
Auf einen Blick
- ✓JTL-ShippingLabels ist in allen kostenpflichtigen JTL-Wawi-Editionen enthalten und muss einmalig im JTL-Kundencenter kostenlos aktiviert werden. Wir übernehmen diese Aktivierung bei jedem Kundenprojekt als ersten Schritt.
- ✓Unterstützte Versanddienstleister: DHL Versenden 4.0, DPD Cloud Service, GLS, Hermes, UPS und Austrian Post. Du legst pro Dienstleister einen eigenen Carrier-Account mit deinen Zugangsdaten an.
- ✓Der häufigste Einrichtungsfehler ist eine falsche oder fehlende EKP-Abrechnungsnummer bei DHL, die zu Fehlercode 1101 führt und den Label-Druck blockiert. Wir kennen dieses Muster aus über 20 Einrichtungsprojekten.
Als JTL Service Partner Gold sehen wir bei der Vlarom E-Commerce Agentur aus Ahrensfelde bei Berlin regelmäßig, dass JTL-Shipping bei der Einrichtung unterschätzt wird. Die Software ist gut, aber die Verbindung zum Carrier-Portal steckt voller kleiner Stolperstellen. Zugangsdaten die nicht passen, Abrechnungsnummern die fehlen, Drucker-Einstellungen die auf dem falschen Format stehen. Wer die Einrichtung kennt, ist in einer Stunde durch. Wer die Fallstricke nicht kennt, sitzt einen halben Tag dran.
Wie viel Zeit kostet manueller Versand, und was ändert sich mit JTL-Shipping?
Wer den Zeitaufwand manuellen Versands nicht kennt, unterschätzt das Einsparpotenzial. Ein Händler mit 80 Tagessendungen verbringt ohne Label-Automatisierung zwischen 40 und 80 Minuten täglich nur mit dem Wechsel zwischen Wawi und Carrier-Portal, dem Abtippen von Adressen und dem Zurückschreiben von Tracking-Nummern. Fehler kommen hinzu: falsch abgetippte Empfängeradressen erzeugen Retouren, falsch eingetragene Tracking-IDs blockieren die Kundenkommunikation.
Aus unserer Projektmessung: Bei einem Händler (anonymisiert) mit 60 Tagespaketen haben wir vor und nach der JTL-Shipping-Einrichtung gemessen. Der Versandprozess sank von durchschnittlich 45 Sekunden pro Paket auf unter 10 Sekunden, das entspricht einer Einsparung von rund 35 Minuten täglich.
Die konkrete Zeitersparnis hängt von diesen Faktoren ab:
- →Sendungsvolumen: Ab 20-30 Paketen täglich lohnt sich die Einrichtung klar. Bei 100+ Paketen täglich ist die Automatisierung unverzichtbar.
- →Anzahl der Versanddienstleister: Wer DHL und DPD parallel einsetzt, spart doppelt: beide laufen über eine einzige Oberfläche in JTL-Wawi.
- →Retourenvolumen: JTL-ShippingLabels kann Retourenlabel automatisch mitgenerieren, ein Schritt der sonst separat im DHL-Portal gemacht werden muss.
- →Drucker-Setup: Ein Thermaldrucker mit 4×6-Zoll-Labels beschleunigt den Druck zusätzlich. Laserdrucker auf A4 funktionieren, sind aber langsamer.
Die Einrichtung ist einmalig. Die Zeitersparnis läuft täglich. Die Mindestanforderungen an die Wawi-Version stehen in der aktuellen JTL-Dokumentation unter guide.jtl-software.com. Dort nachschauen lohnt sich, weil JTL das regelmäßig anpasst.
Voraussetzungen und häufige Fehlerquellen vor der Einrichtung
Bevor du mit der Konfiguration anfängst, solltest du vier Punkte geklärt haben. Diese Fehlerquellen sehen wir bei jedem zweiten Einrichtungsprojekt. Alle sind vermeidbar.
Was du nach der Einrichtung gewinnst: konkret
Die Lektion
Wer JTL-Shipping sauber einrichtet, mit korrekt konfigurierten Carrier-Accounts für alle genutzten Dienstleister und einer klaren Druckereinstellung, braucht das Thema danach nicht mehr anzufassen. Bei uns ist das der Standard: ein einmaliges Setup, das still im Hintergrund läuft.
JTL-Shipping einrichten: die 5 Schritte
Diese Schritte basieren auf der offiziellen JTL-Dokumentation unter [guide.jtl-software.com/jtl-shipping](https://guide.jtl-software.com/jtl-shipping/jtl-shippinglabels/jtl-shippinglabels-einrichten/) und unserer eigenen Projekterfahrung. Die Reihenfolge ist verbindlich: jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.
Lizenz im JTL-Kundencenter aktivieren
Melde dich unter kundencenter.jtl-software.de an. Gehe zu Produkte > Versandmodule > JTL-ShippingLabels und buche die kostenlose Lizenz. Schließe den Bestellprozess ab. Danach: in JTL-Wawi unter Lizenzverwaltung die Lizenzen aktualisieren. WMS-Nutzer müssen das System anschließend neu starten, sonst erkennt es die neue Lizenz nicht.
Carrier-Account in JTL-Wawi anlegen
Gehe in JTL-Wawi zu Versand > JTL-ShippingLabels. Das Dialogfenster öffnet die Versanddienstleisterkonto-Verwaltung. Klicke auf Neues Konto und vergib einen sprechenden Namen (z.B. DHL National). Wähle im Dropdown die Versandschnittstelle: für DHL zwingend DHL Versenden 4.0, nicht mehr 3.0. Trage Benutzername, Passwort, EKP-Nummer und Teilnahmenummern ein. Prüfe die EKP-Nummer auf korrekte Länge und fehlende Leerzeichen. Fehler hier erzeugen später Fehlercode 1101.
Versandart mit Carrier-Account verknüpfen
In JTL-Wawi unter Versand > Versandarten die zugehörige Versandart öffnen. Im Reiter Exportschnittstelle die neu angelegte ShippingLabels-Verbindung auswählen. Lege fest: welches Label-Format soll gedruckt werden (A4 oder 4×6 Zoll für Thermaldrucker), ob Retourenlabel automatisch erstellt werden, ob Sendungsbenachrichtigungs-Emails an den Kunden gehen. Alle Carrier-spezifischen Einrichtungsdetails findest du im JTL-Guide.
Drucker konfigurieren
Öffne die Druckverwaltung in JTL-Wawi und weise den Etikettendrucker dem Versandlabel-Typ zu. Bei Thermodruckern (Zebra, Brother): prüfe ob der Treiber auf die richtige Papiergröße eingestellt ist. Grayscale-Modus deaktivieren, das erzeugt sonst pixelige Labels. Beim ersten Test-Druck siehst du sofort ob die Größe stimmt.
Test-Label drucken und Konfiguration prüfen
Öffne einen Testauftrag in JTL-Wawi und gehe zu Versand > Versandlabel erstellen. Wähle den konfigurierten Carrier-Account und drucke ein Test-Label. Prüfe: Ist die Adresse korrekt? Stimmt der Barcode? Ist das Format richtig? Falls Fehlercode 1101 kommt: prüfe die EKP-Abrechnungsnummer und Teilnahmenummern auf korrekte Schreibweise. Falls das Label pixelig erscheint: prüfe den Grayscale-Modus im Druckertreiber.

