In mehr als 300 JTL-Projekten haben wir Hosting-Setups in allen drei Varianten begleitet: Einzelplatz-Installationen mit lokalem SQL Server, Cloud-Server-Migrationen bei wachsenden Händlern und RDP-Umgebungen für Teams mit mehreren Standorten. Datenbankmigrationen, SQL-Server-Konfigurationen und Cloud-Umzüge gehören zu unserem Alltag als JTL Service Partner Gold in Ahrensfelde bei Berlin. Typische Stolperstellen kennen wir aus der Praxis: SQL-Server-Express-Größenlimits (10 GB pro Datenbank), RDP-Performance bei mehreren Nutzern, Worker-Konfigurationen auf vServern.
Hosting-Optionen im Detail
Jede der folgenden Seiten behandelt eine Hosting-Variante ausführlich: technische Anforderungen, Kostenrahmen und typische Einsatzbereiche.
Woran hängt die richtige Hosting-Entscheidung?
Die Hosting-Frage für JTL-Wawi lässt sich nicht mit einer Antwort erschlagen. Vier Faktoren bestimmen, welcher Weg sinnvoll ist.
Erstens das Bestellvolumen und der Artikelstamm. Ein Händler mit 500 Bestellungen pro Monat und 5.000 Artikeln stellt andere Anforderungen als einer mit 10.000 Bestellungen und 80.000 Varianten. SQL Express (die kostenlose Variante, die viele Hosting-Anbieter im Einstiegspaket mitliefern) ist auf 10 GB Datenbankgröße begrenzt. Bei intensiver Ameise-Nutzung, also massenhaften Artikel-Importen, kommt diese Grenze schneller als erwartet. Ein Händler im JTL-Forum beschreibt das treffend: „Mit FileStream bei SQL Express kommen wir nicht mehr weiter.“ Ab einem bestimmten Artikelvolumen braucht es SQL Server Standard oder eine dedizierte Cloud-Instanz. Das beeinflusst direkt, welche Hosting-Option wirtschaftlich ist.
Zweitens die Anzahl gleichzeitiger Nutzer. RDP-Hosting (Remote Desktop auf einem Cloud-Server) ist die häufigste Lösung für Teams, die standortunabhängig auf JTL-Wawi zugreifen. Jeder Nutzer, der per RDP auf dem Server arbeitet, belegt dort RAM und CPU. Bei einem vServer mit 6 GB RAM funktioniert das für zwei Nutzer, bei vier bis fünf Nutzern gleichzeitig reicht das nicht mehr. Wer auf lokale Hardware setzt, hat hier mehr Spielraum, muss aber den Server selbst verwalten.
Drittens Compliance- und Datenschutzanforderungen. Cloud-Server bei deutschen Anbietern erfüllen DSGVO-Anforderungen. Trotzdem bevorzugen manche Händler aus Compliance-Gründen die volle Kontrolle über eigene Hardware. Lokale Server bedeuten: die Datenbank bleibt im eigenen Netzwerk, der Zugriff von außen lässt sich über VPN absichern. Das erfordert ein funktionierendes Backup-Konzept — tägliche Sicherung in ein externes System ist Pflicht, nicht optional. Laut JTL-Dokumentation darf das Backup-Verzeichnis nicht auf demselben Laufwerk liegen wie die Datenbank. Weitere Details dazu finden sich in der offiziellen Installations-Dokumentation auf guide.jtl-software.com.
Viertens die IT-Kompetenz im Team. Lokale Server sind günstiger in der monatlichen Miete, aber teurer in der Betreuung. Windows-Updates, SQL-Server-Pflege, Firewall-Konfiguration, Backup-Überprüfung: alles braucht regelmäßige Aufmerksamkeit. Wer kein IT-Team hat, fährt mit einem Managed Cloud-Server auf Dauer besser, auch wenn die monatlichen Kosten höher liegen. Cloud-Hosting bedeutet: der Anbieter kümmert sich um die Infrastruktur, der Händler kümmert sich um JTL-Wawi.
Wie wir ein Hosting-Setup einrichten
Von der ersten Einschätzung bis zum laufenden Betrieb: das ist der typische Ablauf, wenn wir ein JTL-Wawi-Hosting-Setup begleiten.


