
Auf einen Blick
- ✓JTL-Search einrichten beginnt mit dem Lizenzschlüssel im JTL-Shop-Backend und dem ersten Artikelexport — ohne diesen Export bleibt der Suchindex leer und die Suche liefert keine Ergebnisse; wir bei Vlarom E-Commerce Agentur richten diesen Schritt bei jedem Shop-Onboarding als erstes ab.
- ✓Synonyme und Suchprioritäten sind die größten Hebel: Synonym-Gruppen für falsch geschriebene oder branchenübliche Begriffe plus angepasste Feld-Gewichtung (Artikelnummer hoch, Beschreibung niedrig) steigern die Trefferquote spürbar; wir haben in Kundenprojekten damit die Quote erfolgreicher Suchanfragen deutlich erhöht.
- ✓Das Reporting zu erfolglosen Suchen im JTL-Search-Backend zeigt genau, welche Begriffe Kunden verwenden und keine Treffer liefern. Vlarom E-Commerce Agentur wertet diese Liste bei allen betreuten Shops regelmäßig aus — sie ist die direkteste Informationsquelle für fehlende Synonyme.
Wir wissen: JTL-Search ist eine der am häufigsten unterschätzten Funktionen im JTL-Shop. Viele Händler aktivieren das Plugin, lassen die Konfiguration aber auf den Werkseinstellungen stehen. Das Ergebnis ist vorhersehbar. Die fehlertolerante Suche arbeitet mit einer Ähnlichkeitsdistanz von 0,7, was für die meisten Sortimente gut passt, aber Synonyme sind leer, die Feld-Gewichtung ist generisch, und der Bericht zu erfolglosen Suchen wird nie geöffnet. In einem Onboarding-Projekt bei Vlarom E-Commerce Agentur aus Ahrensfelde bei Berlin haben wir bei einem Elektronikhändler mit rund 2.000 Artikeln nach der ersten Synonympflege die Zahl der monatlich erfolglosen Suchanfragen deutlich reduziert. Die Änderungen: zwölf Synonymgruppen, Artikelnummer auf 100 gewichtet, Artikelbeschreibung auf 20 reduziert. Das war alles. Gezielte Konfiguration macht hier den Unterschied — nicht mehr Hardware, nicht mehr Artikel, nur bessere Einstellungen.
JTL-Search einrichten: Die fünf Konfigurationsschritte
Die folgenden Schritte folgen der Reihenfolge, die wir in der Projektpraxis bei Vlarom E-Commerce Agentur, Ahrensfelde bei Berlin, etabliert haben. Schritt 1 ist Pflicht, bevor irgendetwas anderes konfiguriert werden kann: ohne Artikelexport gibt es keinen Suchindex. Danach bauen die Schritte logisch aufeinander auf. Wer das zum ersten Mal macht, sollte sich die Zeit nehmen, die Liste der Suchprioritäten mit echten Kundenanfragen aus dem eigenen Shop abzugleichen. Das macht die Einstellungen spürbar treffsicherer.
Lizenzschlüssel eintragen und Artikelexport starten
Ruf im JTL-Shop-Backend Module › JTL-Search auf. Den Lizenzschlüssel findest du in deinem JTL-Kundencenter. Trag ihn ein und starte anschließend den ersten Artikelexport manuell. JTL-Search holt diese Exportdatei automatisch ab und importiert sie. Erst wenn der Import abgeschlossen ist, ist der Suchindex aufgebaut und JTL-Search liefert Ergebnisse. Ohne diesen Schritt bleibt jede weitere Konfiguration wirkungslos. Wenn du den Status des Imports nicht sicher bist, wiederhole den Export. Das ist sicher und überschreibt den Index sauber. Offizielle Dokumentation auf guide.jtl-software.com/jtl-shop/jtl-search/.
Grundeinstellungen prüfen: Ähnlichkeitsdistanz und Kindartikel
Öffne im JTL-Search-Backend die Einstellungen. Zwei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit. Erstens die Ähnlichkeitsdistanz: Der voreingestellte Wert 0,7 ist für die meisten Sortimente ein guter Ausgangspunkt, der Tippfehler korrigiert, ohne zu viel Rauschen zu erzeugen. Ein niedrigerer Wert (z.B. 0,5) macht die Suche großzügiger bei Abweichungen; ein höherer (0,9) ist strenger und eignet sich für Sortimente mit sehr spezifischen Produktbezeichnungen. Zweitens die Kindartikel-Suche: Wenn du viele Varianten eines Produkts hast, zum Beispiel ein T-Shirt in 10 Größen, solltest du entscheiden, ob Varianten einzeln in den Suchergebnissen erscheinen oder nur der Vaterartikel. Viele Doppeleinträge auf der Suchergebnisseite vermeidet man durch Deaktivierung. Alle Änderungen werden erst nach Klick auf Speichern übernommen.
Suchprioritäten anpassen: Welche Felder zählen wie viel?
Unter Prioritäten findest du sieben Schieberegler für die Artikelfelder: Artikelname (Standard 100), Artikelnummer (80), Suchbegriffe (80), Hersteller (80), Artikelbeschreibung (50), Produkteigenschaften (40) und Kategorie (0). Diese Werte steuern, wie stark ein Treffer in einem bestimmten Feld die Position im Suchergebnis beeinflusst. Wichtig: Die Werte sind relativ zueinander. Wenn du alle auf 100 setzt, verändert sich nichts. Aus der Projektpraxis: Wenn Kunden häufig nach Artikelnummern suchen, erhöhe diesen Wert auf 100 und reduziere die Artikelbeschreibung auf 20 oder weniger. Beschreibungen enthalten oft Querverweise auf ähnliche Produkte, was die Suchergebnisse unscharf macht. Felder, die du komplett ausblenden willst, deaktivierst du per Checkbox daneben. Detaillierte Erklärungen auf guide.jtl-software.com/jtl-shop/jtl-search/suchprioritaeten/.
Synonyme anlegen: Branchensprache und Alternativbegriffe abdecken
Der Synonyme-Bereich im JTL-Search-Backend ist die direkteste Stelle, an der du Einfluss nimmst. Jede Zeile ist eine Gruppe zusammengehöriger Begriffe. Wenn ein Kunde einen dieser Begriffe eingibt, findet JTL-Search alle Artikel, die für einen der Begriffe der Gruppe relevant sind. Ein Beispiel: Du trägst in eine Zeile ‚Laptop, Notebook, Rechner, Computer‘ ein. Ab jetzt liefern alle vier Begriffe dieselben Ergebnisse. Drei Regeln aus der Praxis: Fang mit den Begriffen an, die Kunden häufig verwenden, die aber nicht im Artikelname stehen. Vermeide Begriffe, die in fast allen Produktbeschreibungen vorkommen, sie würden jede Suche zu einer unüberschaubaren Trefferliste machen. Prüfe außerdem regelmäßig die Liste der erfolglosen Suchen aus Schritt 5 und übertrage dort gefundene Alternativbegriffe in passende Synonymgruppen. Nach der Anlage werden Synonyme beim nächsten Artikelexport aktiv.
Erfolglose Suchen auswerten und Stoppwörter pflegen
Das Reporting-Modul im JTL-Search-Backend enthält zwei besonders nützliche Bereiche. Unter Erfolglose Suchen siehst du alle Suchbegriffe, die Kunden eingegeben haben und für die kein Treffer gefunden wurde. Du kannst nach Sprache und Zeitraum filtern. Diese Liste ist direktes Feedback aus dem Shop: Jede Zeile dort ist entweder ein fehlendes Produkt oder ein fehlender Synonym-Eintrag. Schau mindestens einmal im Monat rein und überführe relevante Begriffe in Synonymgruppen. Unter Stopwords verwaltest du Begriffe, die JTL-Search aus der Suche herausfiltert, typischerweise Artikel, Hilfsverben und andere Funktionswörter, die keine Produkte beschreiben. Die vorausgefüllte Liste ist ein guter Ausgangspunkt. Wenn du merkst, dass ein bestimmter Begriff zu unbrauchbar breiten Ergebnissen führt, nimmst du ihn als Stoppwort auf. Neue Synonyme und gepflegte Stoppwörter zusammen machen JTL-Search dauerhaft treffsicher.

