
Auf einen Blick
- ✓Version 2.1.0 bringt drei echte Neuerungen: Mehrsprachigkeit für Artikel und Kategorien, native Grundpreise ohne Metafeld-Umweg und Bestellstornierungen direkt aus Wawi.
- ✓Custom-App-Nutzer müssen die API-Berechtigungen manuell nachziehen: read_translations und write_translations im Shopify-Backend aktivieren. Ohne diesen Schritt laufen Übersetzungen stumm durch, kein Fehler, aber auch keine Übertragung.
- ✓Wer bisher Grundpreise über Metafelder abgebildet hat, muss das Shopify-Theme anpassen oder die Metafeld-Einträge löschen, sonst erscheint der Grundpreis nach dem Update doppelt im Shop.
Vlarom E-Commerce Agentur ist JTL Service Partner Gold mit Sitz in Ahrensfelde bei Berlin und betreut Shopify-Connector-Installationen von der Ersteinrichtung bis zum laufenden Betrieb. Was in diesem Beitrag steht, kommt aus echten Einrichtungsprojekten, nicht aus der Dokumentation allein. Die Fehlerbilder die wir beschreiben, haben wir selbst gesehen und behoben.
So richtest du die 2.1.0-Features ein: fünf konkrete Schritte
Die folgenden Schritte decken alle relevanten Einrichtungsaufgaben ab. App-Store-Nutzer können Schritt 1 überspringen. Wer Grundpreise noch nicht genutzt hat, startet direkt bei Schritt 2. Alle Schritte sind voneinander unabhängig, du kannst einzelne Features auch separat einrichten. Jeden dieser Schritte hat die Vlarom E-Commerce Agentur in echten Einrichtungsprojekten erprobt.
API-Berechtigungen für Custom-App-Nutzer nachziehen (Schritt 1)
Wer den JTL-Connector nicht über den Shopify App Store, sondern als Custom App über das JTL-Kundencenter installiert hat, muss die Translations-Berechtigungen manuell aktivieren. Pfad im Shopify-Backend: Einstellungen > Apps und Vertriebskanäle > Apps entwickeln > JTL-Integration bearbeiten. Dort in der Berechtigungsliste nach ‚translations‘ suchen und sowohl read_translations als auch write_translations aktivieren, danach die App-Version neu autorisieren. App-Store-Nutzer bekommen diese Berechtigungen automatisch mit dem Update. Kein Handlungsbedarf dort. Hinweis zur Lage: Ab Januar 2026 sind keine Custom-App-Neuinstallationen mehr möglich. Nur Nutzer mit Bestandsinstallationen sind von diesem Schritt betroffen. Der typische Fehler den wir sehen: man überprüft es nicht, weil kein Fehler im Log erscheint, und fragt sich dann warum keine Übersetzungen ankommen.
Sprache in Shopify aktivieren (Schritt 2)
Mehrsprachigkeit beginnt in Shopify, nicht in Wawi. Im Shopify-Backend unter Einstellungen > Sprachen die gewünschte Sprache hinzufügen. Für Shopify Markets (länderspezifische Preise und Währungen) zusätzlich unter Einstellungen > Märkte einen neuen Markt anlegen und die Zielsprache zuweisen. Erst wenn die Sprache in Shopify aktiv ist, taucht sie in JTL-Wawi auf. Das ist der Schritt den wir in fast jedem Einrichtungsprojekt erklären müssen: Sprache in Shopify aktivieren kommt zuerst, Wawi-Mapping folgt eben erst danach. Wer das umdreht, wartet vergeblich auf die Sprachauswahl im Vertriebskanal.
Sprach-Mappings in JTL-Wawi zuordnen (Schritt 3)
In JTL-Wawi den Shopify-Vertriebskanal öffnen und in den Reiter Zuweisungen wechseln. Dort die aktivierten Shopify-Sprachen den JTL-Sprachen zuordnen. JTL-Wawi ist federführend: Artikelbezeichnungen, Kurzbeschreibungen und Kategorienamen werden aus Wawi nach Shopify übertragen. Was der Connector nicht überträgt: Metafields, SEO-Felder wie URL-Handle, Meta-Title und Meta-Description sowie Medien-Alternativtexte. Diese müssen weiterhin im Shopify-Backend direkt gepflegt werden. Wer das im Vorfeld kennt, spart sich späteren Aufwand. Für einen Überblick zu Berechtigungen und Connector-Einstellungen gibt es außerdem die offizielle Hinweise-Seite im JTL-Guide.
Grundpreise in Wawi aktivieren und Doppel-Anzeige prüfen (Schritt 4)
Für jeden Artikel der einen Grundpreis ausweisen soll: in den Artikelstammdaten unter Allgemein > Grundpreis/Einheit die Checkbox ‚Grundpreis ausweisen‘ aktivieren und Verkaufseinheit, Inhalt sowie Bezugsmenge definieren. Ab Connector 2.1.0 schreibt der Connector diese Werte direkt in die Shopify-Artikelfelder, der Metafeld-Umweg entfällt. Das ist besonders für Lebensmittel-Händler, Kosmetikanbieter und alle Händler mit PAngV-pflichtigen Produkten relevant. Wer bisher Grundpreise über Metafelder abgebildet hat, muss nach dem Update prüfen, ob der Grundpreis im Storefront doppelt erscheint: einmal aus dem neuen Shopify-Feld, einmal aus dem alten Metafeld über das Theme-Template. Lösung: entweder das Theme anpassen und die Metafeld-Darstellung entfernen, oder die Metafeld-Einträge direkt in Shopify löschen. Beide Wege sind in der JTL-Dokumentation zu Grundpreisen beschrieben.
Weitere 2.1.0-Features und Funktionstest (Schritt 5)
Neben Mehrsprachigkeit und Grundpreisen bringt 2.1.0 drei weitere Verbesserungen: Bestellstornierungen lassen sich jetzt direkt aus JTL-Wawi an Shopify übergeben, Währungsimporte sind konfigurierbar und Sendungsnummern für Lieferscheine aus mehreren Paketen werden zuverlässig übertragen. Nach der Einrichtung empfiehlt sich ein einfacher Testlauf: einen Artikel mit Übersetzungen in Wawi anlegen, Abgleich starten und im Shopify-Backend prüfen, ob die Sprachversionen korrekt erscheinen. Für Grundpreise dasselbe: Artikel mit gesetztem Grundpreis abgleichen und im Storefront kontrollieren, dass der Wert einfach erscheint (nicht doppelt). Wenn der Standard-Connector an Grenzen stößt, etwa bei komplexen B2B-Preisgruppen oder plattformspezifischen Datenstrukturen, entwickeln wir maßgeschneiderte Schnittstellen. Mehr dazu unter /jtl-api-konnektor-entwicklung/.

