JTL Wawi 2.0 Datenbankstruktur — Datenbankschema mit SQL-Abfragen und API-Symbol

JTL Wawi 2.0 Datenbankstruktur: Was sich geändert hat — und was du jetzt prüfen musst

Seit dem Stable Release von JTL-Wawi 2.0 am 17. März 2026 berichten Händler und Entwickler im JTL-Forum von einem Problem, das beim Update nicht sofort auffällt: Eigene SQL-Reports liefern plötzlich leere oder fehlerhafte Ergebnisse. Custom-Übersichten in der Wawi zeigen keine Daten mehr. Externe Tools, die direkt auf die Wawi-Datenbank zugreifen, funktionieren nicht mehr zuverlässig.

Du fragst dich, welche deiner SQL-Abfragen nach dem Update auf Wawi 2.0 noch funktionieren, und was du konkret prüfen und anpassen musst?

Das liegt nicht an einem Bug. Die Datenbankstruktur der JTL-Wawi 2.0 hat sich grundlegend verändert. Das ist technisch notwendig für die neue .NET-8-Architektur und die geplante Cloud-Anbindung. Für alle, die direkt mit der Datenbank arbeiten, gilt: Bestehende Abfragen und Tools müssen geprüft und angepasst werden. In diesem Artikel zeige ich, was sich konkret geändert hat, welche Fehlerbilder auftreten und was die sauberste Lösung ist.

Auf einen Blick

  • JTL Wawi 2.0 hat die Datenbankstruktur grundlegend umgebaut. Eigene SQL-Übersichten, Custom-Reports und externe Tools mit DB-Direktzugriff müssen geprüft und angepasst werden. Vlarom E-Commerce Agentur empfiehlt: Prüfung vor dem Update, nicht danach.
  • Der empfohlene Weg weg vom DB-Direktzugriff ist die offizielle REST API der JTL-Wawi. Die API bietet einen stabilen Vertragsrahmen, der sich nicht mit jedem Update ändert. Vlarom E-Commerce Agentur entwickelt seit Jahren Konnektoren auf Basis dieser API.
  • JTL stellt unter wawi-db.jtl-software.de ein kostenloses Vergleichstool bereit, mit dem du die konkreten Strukturänderungen zwischen zwei Wawi-Versionen nachschlagen kannst.

Als JTL Service Partner Gold mit Standort in Ahrensfelde bei Berlin begleiten wir regelmäßig Händler beim Update auf neue Wawi-Versionen. Das Muster beim Wechsel auf Wawi 2.0 ist immer gleich: Wer direkt auf die Wawi-Datenbank zugreift, merkt die Strukturänderungen erst dann, wenn eine eigene Übersicht plötzlich leer bleibt oder ein externes Tool mit einer kryptischen SQL-Fehlermeldung abbricht. Vlarom E-Commerce Agentur empfiehlt deshalb: den DB-Diff-Check vor dem Update auf die To-do-Liste setzen, nicht danach.

Warum bricht mein SQL-Report nach dem Wawi-2.0-Update?

Wer eigene SQL-Abfragen, Custom-Übersichten oder externe Tools mit DB-Direktzugriff betreibt, stößt nach dem Update auf Wawi 2.0 auf drei wiederkehrende Ursachen. Alle drei haben dieselbe Wurzel: Die Datenbankstruktur der `eazybusiness`-Datenbank hat sich in Wawi 2.0 tiefgreifend verändert. Das ist kein Fehler, sondern eine bewusste technische Entscheidung von JTL für die neue .NET-8-Architektur.

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1. Tabellen- und Spaltenstruktur wurden umgebaut

In den Datenbanktabellen hat sich mit Wawi 2.0 nach Aussagen mehrerer Händler im JTL-Forum kräftig etwas getan (Quelle: JTL-Forum, Thread „Erstes Feedback zur WAWI 2.0 Beta“). Wer eigene SQL-Übersichten in der Wawi pflegt oder externe Tools mit read-only-Zugriff auf die Datenbank betreibt, muss davon ausgehen, dass sich Tabellennamen, Spaltennamen und Beziehungen zwischen Tabellen verändert haben.

Das konkrete Ausmaß lässt sich mit dem offiziellen Vergleichstool von JTL unter wawi-db.jtl-software.de nachschlagen: Dort kannst du zwei Versionen gegenüberstellen und siehst genau, welche Tabellen und Spalten sich verändert haben. Das Tool ist kostenlos und öffentlich zugänglich, für alle die vor dem Update prüfen wollen, was sie erwartet.

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2. Das Auftragsdatenmodell wurde neu strukturiert

Der größte Einschnitt betrifft das Auftragsmodell. Das sogenannte „Auftrag 2.0″-Modell war in der JTL-Wawi über mehrere Versionen in Entwicklung. Mit Wawi 2.0 wurde es produktiv gesetzt. Für Händler bedeutet das: SQL-Abfragen, die Auftragsdaten aus der bisherigen Tabellenstruktur ziehen, können nach dem Update auf leere Ergebnismengen oder SQL-Fehler laufen.

Ein Händler im JTL-Forum beschreibt das Symptom treffend: „Ein allgemeiner Rat an alle zur WAWI 2.0: Geht es ruhig an, Sorgfalt vor Geschwindigkeit. Alle externen Tools/Dienste/Schnittstellen die direkt auf der Datenbank arbeiten, laufen Gefahr nicht mehr zu funktionieren. Hier müsst ihr die Freigaben der Hersteller abwarten.“ Das gilt für EDI-Schnittstellen, DATEV-Anbindungen und eigene API-Konnektoren gleichermaßen.

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3. Das DB-Update ist nicht rückgängig zu machen

Wer die Datenbank auf Wawi 2.0 migriert hat, kann nicht einfach zurück zur 1.x-Version. Die Datenbank wird beim Update automatisch auf die neue Struktur konvertiert. Ab diesem Punkt öffnet sie sich nicht mehr mit einer älteren Wawi-Version. Der einzige Weg zurück ist ein vollständiger Datenbank-Restore aus einem Backup vor dem Update.

Das macht die Testreihenfolge so wichtig: Erst alle eigenen SQL-Abfragen inventarisieren, dann auf einer Testumgebung das Update durchspielen, alle Abfragen prüfen. Erst dann produktiv updaten. Wer das umdreht, sitzt mit einem Produktivsystem auf 2.0 und muss die Anpassungsarbeit unter Zeitdruck erledigen.

Was du konkret tun musst — in dieser Reihenfolge

Die gute Nachricht: Wer strukturiert vorgeht, hat die meisten Probleme unter Kontrolle bevor das Update auf dem Produktivsystem läuft. Dieser Ablauf ist relevant für alle, die eigene SQL-Übersichten, Custom-Reports oder externe Tools mit DB-Direktzugriff betreiben — aus der Praxis von Vlarom E-Commerce Agentur aus über 80 JTL-Projekten.

Schritt 1 — Inventar aller DB-Direktzugriffe anlegen

Bevor du das Update planst, listest du alle Stellen auf, die direkt auf die Wawi-Datenbank zugreifen: eigene SQL-Übersichten in der Wawi (unter dem Reiter „Eigene Übersichten“), benutzerdefinierte Druckvorlagen mit SQL-Datenquellen, externe BI-Tools oder Dashboards, selbst entwickelte Konnektoren oder Schnittstellen, und Skripte mit read-only-DB-Zugriff. Wer kein vollständiges Inventar hat, übersieht erfahrungsgemäß mindestens einen kritischen Zugriff.

Schritt 2 — DB-Diff prüfen vor dem Update

Das kostenlose Tool unter wawi-db.jtl-software.de von JTL zeigt dir den direkten Vergleich zweier Wawi-Versionen mit allen Datenbankänderungen: geänderte Tabellen, neue Spalten, entfernte Spalten, neue Views und gespeicherte Prozeduren. Nimm dein Inventar aus Schritt 1 und prüfe für jede SQL-Abfrage, ob die verwendeten Tabellen und Spalten in der Zielversion noch existieren und ob sich die Struktur verändert hat.

Schritt 3 — Testumgebung aufbauen und Update durchspielen

JTL empfiehlt ausdrücklich, das Update zuerst auf einer Kopie der Produktiv-Datenbank durchzuführen. Eine Testumgebung mit einer DB-Kopie schützt dich davor, die produktiven Abläufe zu unterbrechen. Auf der Testumgebung kannst du dann alle SQL-Übersichten und externen Tools gegen die neue Datenbankstruktur testen. Fehler auf der Testumgebung sind kein Problem. Fehler auf dem Produktivsystem hingegen schon.

Schritt 4 — SQL-Abfragen anpassen oder auf REST API umstellen

Für Abfragen, die nach dem Update nicht mehr funktionieren, gibt es zwei Wege: entweder du passt die SQL-Abfrage an die neue Tabellenstruktur an (mit Hilfe des DB-Diff-Tools), oder du stellst die Abfrage auf die offizielle REST API der JTL-Wawi um. Letzteres ist der sauberere Weg für alle Zugriffe die Auftragsdaten, Kundendaten oder Artikeldaten betreffen. Die REST API bietet dabei einen stabilen Vertragsrahmen, der sich nicht mit jedem Minor-Update ändert. In der API-Version v1 funktionieren GET-Abfragen nach aktuellem Stand (Juni 2026) stabil; v2 ist für einige Schreiboperationen noch in Entwicklung.

Schritt 5 — Nach dem Update sofort verifizieren

Nach dem produktiven Update prüfst du alle Punkte aus deinem Inventar sofort, nicht nach zwei Wochen. Eigene SQL-Übersichten aufrufen und Ergebnismenge kontrollieren, externe Tools gegen die Live-Datenbank testen, Fehlermeldungen in der Wawi-Log-Ausgabe prüfen. Wer einen eigenen Konnektor oder eine Schnittstelle entwickelt hat und sich bei der Anpassung unsicher ist, kann uns direkt ansprechen.

Häufige Fragen zu JTL Wawi 2.0 und der Datenbankstruktur

Nicht alle, aber alle müssen geprüft werden. Abfragen auf Tabellen, die JTL in Wawi 2.0 unverändert gelassen hat, laufen weiterhin durch. Alle anderen landen auf Fehler oder liefern leere Ergebnisse, weil Tabellen umbenannt, zusammengeführt oder neu strukturiert wurden. Welche Abfragen betroffen sind, lässt sich vor dem Update mit dem DB-Diff-Tool unter wawi-db.jtl-software.de gezielt prüfen.
Eigene SQL-Übersichten sind Abfragen, die du direkt in der Wawi-Oberfläche unter dem Reiter ‚Eigene Übersichten‘ angelegt hast. Sie laufen über die Wawi und haben keinen externen Zugriff auf die Datenbank. DB-Direktzugriff bedeutet, dass ein externes Tool (BI-Software, eigene Skripte, Konnektoren) direkt mit dem SQL-Server verbunden ist und die eazybusiness-Datenbank abfragt. Beide Varianten sind von Strukturänderungen in Wawi 2.0 betroffen, aber bei externem DB-Direktzugriff ist das Risiko für Produktionsausfälle höher.
Die offizielle REST API der JTL-Wawi bietet einen stabilen Schnittstellenvertrag: JTL verpflichtet sich, Breaking Changes über Versionsnummern (v1, v2) transparent zu machen und alte Versionen für eine Übergangszeit zu erhalten. Direkter Datenbankzugriff auf die eazybusiness-Datenbank bietet diesen Schutz nicht. JTL kann die interne Tabellenstruktur bei jedem Major-Update ändern, ohne dass das als Breaking Change dokumentiert wird. Für langfristig stabile Integrationen ist die REST API deshalb die bessere Wahl. Die REST-API-Dokumentation für JTL-Wawi findest du im JTL-Guide unter guide.jtl-software.com.
Nein. Das Datenbank-Update auf Wawi 2.0 ist irreversibel. Sobald die eazybusiness-Datenbank auf die neue Struktur konvertiert wurde, lässt sie sich nicht mehr mit einer Wawi-Version 1.x öffnen. Der einzige Rückweg ist ein vollständiger Datenbank-Restore aus einem Backup, das vor dem Update erstellt wurde. JTL empfiehlt deshalb ausdrücklich, vor dem Update ein vollständiges Backup zu erstellen und das Update zunächst auf einer Testumgebung durchzuführen.
Das DB Diff Tool unter wawi-db.jtl-software.de ist ein kostenloses Werkzeug von JTL, das Entwicklern und Händlern zeigt, wie sich die Datenbankstruktur zwischen zwei Wawi-Versionen verändert hat. Du wählst eine Quell- und eine Zielversion aus und siehst dann eine Übersicht der geänderten Tabellen, Spalten, Views und gespeicherten Prozeduren. Das ist der effizienteste Weg, um vor einem Update zu prüfen, welche eigenen SQL-Abfragen und externen Tools angepasst werden müssen.
Die REST API v2 der JTL-Wawi ist mit Wawi 2.0 verfügbar, aber noch nicht vollständig stabil. GET-Abfragen über die v1-Endpunkte funktionieren nach Praxisberichten aus dem JTL-Forum zuverlässig. Bei v2 gibt es Berichte aus dem JTL-Forum, dass Schreiboperationen (PATCH) HTTP 200 zurückgeben, aber keine Änderung bewirken. Außerdem hat sich in v2 die Namenskonvention geändert: Felder die in v1 UpperCamelCase waren (z.B. ‚ShippingClassId‘) heißen in v2 lowerCamelCase (’shippingClassId‘). Laut aktuellen Praxisberichten aus dem JTL-Forum läuft v1 für Lese- und Schreiboperationen stabiler als v2 — für produktive Integrationen ist v1 daher derzeit die sicherere Wahl.
Ein JTL Service Partner ist sinnvoll, wenn du mehr als fünf eigene SQL-Übersichten betreibst, wenn du externe Tools mit DB-Direktzugriff hast deren Quellcode du nicht selbst anpassen kannst, oder wenn du einen eigenen API-Konnektor entwickelt hast. Als JTL Service Partner Gold hat Vlarom E-Commerce Agentur Erfahrung aus über 80 Migrationen: vom einfachen Übersichts-Check bis zur vollständigen Konnektor-Neuentwicklung auf Basis der REST API.

JTL Service Partner Gold — Ahrensfelde bei Berlin

Du hast eigene SQL-Reports oder externe Tools in der Wawi? Wir helfen dir beim Check vor dem Update.

Eigene SQL-Übersichten, Schnittstellen oder Konnektoren die direkt auf die Wawi-Datenbank zugreifen: wir prüfen, was du anpassen musst, bevor das Update Probleme macht. Als JTL Service Partner Gold mit Standort in Ahrensfelde bei Berlin begleiten wir Händler beim Update auf Wawi 2.0: vom DB-Diff-Check über die SQL-Anpassung bis zur Neuentwicklung auf Basis der REST API. Ruf direkt an unter +49 30 91473862, schreibe an info@vlarom.de oder nutze unser Kontaktformular für eine unverbindliche Ersteinschätzung.

Autor

Alexander Luft

JTL Service Partner Gold · Vlarom E-Commerce Agentur · Ahrensfelde bei Berlin