
Auf einen Blick
- ✓JTL Wawi 2.0 hat die Datenbankstruktur grundlegend umgebaut. Eigene SQL-Übersichten, Custom-Reports und externe Tools mit DB-Direktzugriff müssen geprüft und angepasst werden. Vlarom E-Commerce Agentur empfiehlt: Prüfung vor dem Update, nicht danach.
- ✓Der empfohlene Weg weg vom DB-Direktzugriff ist die offizielle REST API der JTL-Wawi. Die API bietet einen stabilen Vertragsrahmen, der sich nicht mit jedem Update ändert. Vlarom E-Commerce Agentur entwickelt seit Jahren Konnektoren auf Basis dieser API.
- ✓JTL stellt unter wawi-db.jtl-software.de ein kostenloses Vergleichstool bereit, mit dem du die konkreten Strukturänderungen zwischen zwei Wawi-Versionen nachschlagen kannst.
Als JTL Service Partner Gold mit Standort in Ahrensfelde bei Berlin begleiten wir regelmäßig Händler beim Update auf neue Wawi-Versionen. Das Muster beim Wechsel auf Wawi 2.0 ist immer gleich: Wer direkt auf die Wawi-Datenbank zugreift, merkt die Strukturänderungen erst dann, wenn eine eigene Übersicht plötzlich leer bleibt oder ein externes Tool mit einer kryptischen SQL-Fehlermeldung abbricht. Vlarom E-Commerce Agentur empfiehlt deshalb: den DB-Diff-Check vor dem Update auf die To-do-Liste setzen, nicht danach.
Warum bricht mein SQL-Report nach dem Wawi-2.0-Update?
Wer eigene SQL-Abfragen, Custom-Übersichten oder externe Tools mit DB-Direktzugriff betreibt, stößt nach dem Update auf Wawi 2.0 auf drei wiederkehrende Ursachen. Alle drei haben dieselbe Wurzel: Die Datenbankstruktur der `eazybusiness`-Datenbank hat sich in Wawi 2.0 tiefgreifend verändert. Das ist kein Fehler, sondern eine bewusste technische Entscheidung von JTL für die neue .NET-8-Architektur.
Was du konkret tun musst — in dieser Reihenfolge
Die gute Nachricht: Wer strukturiert vorgeht, hat die meisten Probleme unter Kontrolle bevor das Update auf dem Produktivsystem läuft. Dieser Ablauf ist relevant für alle, die eigene SQL-Übersichten, Custom-Reports oder externe Tools mit DB-Direktzugriff betreiben — aus der Praxis von Vlarom E-Commerce Agentur aus über 80 JTL-Projekten.
Schritt 1 — Inventar aller DB-Direktzugriffe anlegen
Bevor du das Update planst, listest du alle Stellen auf, die direkt auf die Wawi-Datenbank zugreifen: eigene SQL-Übersichten in der Wawi (unter dem Reiter „Eigene Übersichten“), benutzerdefinierte Druckvorlagen mit SQL-Datenquellen, externe BI-Tools oder Dashboards, selbst entwickelte Konnektoren oder Schnittstellen, und Skripte mit read-only-DB-Zugriff. Wer kein vollständiges Inventar hat, übersieht erfahrungsgemäß mindestens einen kritischen Zugriff.
Schritt 2 — DB-Diff prüfen vor dem Update
Das kostenlose Tool unter wawi-db.jtl-software.de von JTL zeigt dir den direkten Vergleich zweier Wawi-Versionen mit allen Datenbankänderungen: geänderte Tabellen, neue Spalten, entfernte Spalten, neue Views und gespeicherte Prozeduren. Nimm dein Inventar aus Schritt 1 und prüfe für jede SQL-Abfrage, ob die verwendeten Tabellen und Spalten in der Zielversion noch existieren und ob sich die Struktur verändert hat.
Schritt 3 — Testumgebung aufbauen und Update durchspielen
JTL empfiehlt ausdrücklich, das Update zuerst auf einer Kopie der Produktiv-Datenbank durchzuführen. Eine Testumgebung mit einer DB-Kopie schützt dich davor, die produktiven Abläufe zu unterbrechen. Auf der Testumgebung kannst du dann alle SQL-Übersichten und externen Tools gegen die neue Datenbankstruktur testen. Fehler auf der Testumgebung sind kein Problem. Fehler auf dem Produktivsystem hingegen schon.
Schritt 4 — SQL-Abfragen anpassen oder auf REST API umstellen
Für Abfragen, die nach dem Update nicht mehr funktionieren, gibt es zwei Wege: entweder du passt die SQL-Abfrage an die neue Tabellenstruktur an (mit Hilfe des DB-Diff-Tools), oder du stellst die Abfrage auf die offizielle REST API der JTL-Wawi um. Letzteres ist der sauberere Weg für alle Zugriffe die Auftragsdaten, Kundendaten oder Artikeldaten betreffen. Die REST API bietet dabei einen stabilen Vertragsrahmen, der sich nicht mit jedem Minor-Update ändert. In der API-Version v1 funktionieren GET-Abfragen nach aktuellem Stand (Juni 2026) stabil; v2 ist für einige Schreiboperationen noch in Entwicklung.
Schritt 5 — Nach dem Update sofort verifizieren
Nach dem produktiven Update prüfst du alle Punkte aus deinem Inventar sofort, nicht nach zwei Wochen. Eigene SQL-Übersichten aufrufen und Ergebnismenge kontrollieren, externe Tools gegen die Live-Datenbank testen, Fehlermeldungen in der Wawi-Log-Ausgabe prüfen. Wer einen eigenen Konnektor oder eine Schnittstelle entwickelt hat und sich bei der Anpassung unsicher ist, kann uns direkt ansprechen.

