
Auf einen Blick
- ✓JTL-Wawi Cloud startet bei rund 40–50 Euro netto im Monat für 1–2 Nutzer; jeder weitere RDP-Zugang kostet rund 10–11 Euro extra. Das ist die Zahl die Vlarom E-Commerce Agentur Händlern als erste Orientierung mitgibt.
- ✓Eigener Server kostet in der Anschaffung 2.000–5.000 Euro plus laufende Kosten für Strom, Windows Server Lizenz und Wartung. Ab 3 Nutzern ist die Cloud langfristig oft günstiger.
- ✓Der Vergleich hängt nicht nur an der Monatszahl, sondern an versteckten Posten: MSSQL Standard Lizenz, RDP-CALs, IT-Betreuung und Ausfallkosten. Das sind die Positionen die Vlarom E-Commerce Agentur in jeder TCO-Rechnung mit Händlern durchgeht.
Vlarom E-Commerce Agentur aus Ahrensfelde bei Berlin kennt die Cloud-Frage aus der täglichen Arbeit mit Händlern: Die Entscheidung ist fast nie rein technisch. Als JTL Service Partner Gold sehen wir Händler die auf dem Papier sparen und am Ende mehr zahlen, weil sie den eigenen Server selbst administrieren müssen und dabei Ausfälle, Backup-Probleme und SQL-Express-Limits unterschätzt haben. Wir schauen uns die echten Zahlen an, nicht die Werbe-Zahlen.
Die echten Zahlen: Was JTL-Wawi Cloud kostet
JTL betreibt das Cloud-Hosting gemeinsam mit dem Partner ecomDATA. Die Preise sind öffentlich und gestaffelt nach CPU-Kernen, RAM und Nutzerzahl. Wichtig: Der Tarif gilt für die Server-Infrastruktur, die JTL-Wawi Softwarelizenz (Start, Advanced, Pro) kommt obendrauf und hängt am Auftragsvolumen, nicht am Hosting.
Quelle Hosting-Anbieter ecomDATA (Stand 2025): Public Cloud ab 49,99 Euro/Monat für 2 Kerne, 8 GB RAM, 100 GB Speicher — 1 Admin-RDP-Zugang inklusive, jeder weitere Nutzer 10,50 Euro/Monat. MSSQL Standard optional ab rund 25 Euro/Monat zusätzlich.
Was die Monatszahl wirklich ausmacht:
- →Basis-Hosting (Public Cloud): 40–80 Euro netto/Monat je nach Anbieter und Leistungsstufe. Enthält Windows Server Lizenz, JTL-Wawi vorinstalliert, tägliche Backups und SSL. Mehr als dieser Einstiegspreis steht selten in der Anzeige.
- →Nutzer-Kosten (RDP-Zugänge): Jeder zusätzliche Nutzer kostet rund 10–11 Euro netto/Monat. Bei 5 Nutzern kommen also 40–44 Euro auf den Basis-Tarif oben drauf. Das verdoppelt die effektive Monatszahl bei kleineren Teams schnell.
- →MSSQL Standard: SQL Server Express ist kostenlos, aber limitiert: maximal 10 GB Datenbankgröße und 1 GB RAM-Nutzung. Ab etwa 50.000 Artikeln oder starkem Wachstum braucht man Standard — das kostet rund 25 Euro/Monat zur Miete oder einmalig als Kauf-Lizenz.
- →WMS Mobile Server und POS Server: Diese Add-ons laufen lokal auf dem Server. Im Cloud-Hosting bedeutet das zusätzliche Ressourcen oder ein separates Modul. Einige Anbieter rechnen das als Aufschlag, andere bieten dedizierte Pakete. Wer JTL-WMS mit Handscannern betreibt, sollte das vor der Cloud-Buchung explizit klären.
Die Basis-Monatszahl ist selten die echte Monatszahl. Wer mit 5 Nutzern, SQL Standard und 2–3 Add-ons rechnet, landet schnell bei 150–200 Euro netto im Monat. Das rechnet sich trotzdem noch gegen eigene Hardware, wenn man die Gesamtrechnung aufmacht.
Was die Cloud teuer macht: Die vier größten Kostentreiber
Die Grundgebühr ist überschaubar. Was die Rechnung hochtreibt, sind Faktoren die in der Entscheidungsphase häufig übersehen werden.
Der häufigste Irrtum: Die Cloud ist immer teurer als ein eigener Server
Fast jedes Erstgespräch bringt die gleiche Aussage: „Wir haben schon einen Server, die Cloud lohnt sich für uns nicht.“ Das stimmt in manchen Fällen. Aber die Rechnung, die dahinter steht, ist fast immer unvollständig.
Achtung: Wichtig: Wer nur den Monatsbeitrag der Cloud mit den laufenden Stromkosten des vorhandenen Servers vergleicht, übersieht Hardware-Alter, Ausfallrisiko, IT-Personalaufwand und Skalierungskosten — und kommt zum falschen Ergebnis.
Die goldene Regel
Aus unserer Erfahrung: Vergleiche nicht Monatsgebühr gegen Strom — vergleiche Gesamtkosten auf 36 Monate inklusive Hardware-Risiko, Wartungsaufwand und Skalierung. Dann ergibt sich fast immer ein klares Bild.
Cloud oder eigener Server: Wer gewinnt die TCO-Rechnung?
Die Lektion
Unsere Erkenntnis aus über 300 Projekten: Der eigene Server gewinnt fast nur, wenn er schon vorhanden ist und IT-Kompetenz zum Betrieb im Haus ist. Wer neu kaufen muss oder ohne Admin auskommt, zahlt mit eigenem Server langfristig mehr — und schläft schlechter, weil Backup und Ausfälle sein Problem sind. Vlarom E-Commerce Agentur empfiehlt daher für die meisten Wachstumsbetriebe den Cloud-Einstieg und den Wechsel zur dedizierten Infrastruktur erst, wenn das Team und die Datenmenge es wirklich verlangen.
In 5 Schritten zur richtigen Kosten-Einschätzung
Die Entscheidung Cloud vs. Server lässt sich nicht in fünf Minuten treffen, wohl aber in fünf konkreten Fragen strukturieren.
Nutzerzahl und Wachstum klären
Wie viele Mitarbeiter brauchen gleichzeitigen Zugriff auf JTL-Wawi? Nicht nur heute, sondern in 18–24 Monaten. Jeder RDP-Nutzer kostet in der Cloud rund 10–11 Euro/Monat, das multipliziert sich. Wer stark wächst, sollte die Nutzerkurve in die Rechnung einbauen.
Vorhandene Infrastruktur prüfen
Gibt es einen Server im Betrieb? Wenn ja: Wie alt ist er, welche Lizenzen laufen, wer administriert ihn? Ein vier Jahre alter Server ohne MSSQL Standard, der bald ausgetauscht werden muss, ist kein Argument gegen die Cloud mehr. Ein gut laufender Server mit vorhandenen Lizenzen ist dagegen harte Konkurrenz für die Cloud.
Add-on-Bedarf ermitteln
Braucht ihr JTL-WMS mit mobilen Scannern? JTL-POS im Laden? Diese Komponenten laufen auf dem gleichen Server. In der Cloud bedeutet das zusätzliche Ressourcen oder Klärung mit dem Hosting-Anbieter, ob diese Setups unterstützt werden. Das vor der Buchung abklären, nicht danach.
Anbieter-Angebote vergleichen
Der günstigste Einstieg findet sich beim offiziellen JTL-Partner ecomDATA (ab 49,99 Euro/Monat) oder bei spezialisierten JTL-Hosting-Partnern wie yagemi (ab 39,40 Euro/Monat). Preise variieren je nach Laufzeit, Management-Level und inkludierten Add-ons. Immer netto-Preise vergleichen und Einrichtungskosten einrechnen. Ein nützlicher Überblick findet sich unter JTL-Wawi-Hosting-Angebote im JTL-Store.
TCO über 36 Monate rechnen
Monatliche Cloud-Kosten mal 36, plus einmalige Setup-Kosten: das ergibt die Drei-Jahres-Cloud-Ausgabe. Dem gegenüber: Server-Anschaffung, Lizenzen, Strom (10–30 Euro/Monat), IT-Betreuung (auch wenn intern, hat sie einen Zeitwert) und das Restrisiko für Ausfall ohne professionelles Backup. Wir machen diese Rechnung standardmäßig mit jedem neuen Kunden. Wer den Vergleich einmal aufmacht, sieht schnell auf welcher Seite das Gesamtbudget kleiner ist.

