
Auf einen Blick
- ✓Shopware 5 ist seit Juli 2024 am End-of-Life: keine Sicherheitsupdates, kein offizieller Support. Wer den Shop weiter betreibt, trägt das Risiko allein.
- ✓Drei Wege stehen offen: Migration auf Shopware 6 mit JTL Connector (SaaS), Wechsel auf JTL Wawi mit JTL-Shop, oder kommerzieller Long-Term-Support von safefive als Überbrückung.
- ✓Als JTL Service Partner Gold begleiten wir beide Migrationspfade — Shopware 6 mit JTL Connector und den kompletten Umstieg auf JTL Wawi — aus echten Projekten, nicht aus der Theorie.
Als JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin sehen wir es regelmäßig: Ein abgekündigtes Shopsystem ist kein abstraktes Risiko, sondern Alltag in Kundenprojekten. Händler die zu lange warten, zahlen am Ende doppelt — einmal für die Schadensbehebung nach einem Angriff, einmal für die Hau-Ruck-Migration unter Zeitdruck. Die ruhige, geplante Migration ist immer günstiger.
Was Shopware-5-Händler jetzt wirklich wissen müssen
Shopware 5.7 war die letzte Version der 5er-Linie. Seit dem 31. Juli 2024 liefert Shopware keine Sicherheitsupdates, keine Bugfixes und keinen Support mehr. Der JTL-Connector für Shopware 5 folgte exakt diesem Datum. JTL-Software hat den Connector ebenfalls zum 31.07.2024 abgekündigt. Bestehende Lizenzen laufen zwar weiter, neue Entwicklung und Support fallen aber weg. Wer heute noch Shopware 5 mit JTL Connector fährt, steht auf beiden Seiten ohne Absicherung da.
Quelle unsere Projektdaten: Händler die von Shopware 5 auf Shopware 6 mit JTL Connector wechseln, brauchen je nach Datenmenge und Plugin-Abhängigkeiten zwischen 8 und 20 Wochen vom ersten Gespräch bis zum stabilen Live-Betrieb. Wer gleichzeitig die Warenwirtschaft tauscht und auf JTL Wawi wechselt, sollte mindestens 3 bis 5 Monate einplanen.
Wie lange ein Projekt dauert, hängt von diesen Faktoren ab:
- →Anzahl der Plugins und Erweiterungen: Viele Shopware-5-Shops haben über Jahre Plugins angesammelt, die in Shopware 6 keine direkte Entsprechung haben. Jede Funktion muss geprüft, ersetzt oder neu gebaut werden.
- →Umfang des Artikelkatalogs und der Kundendaten: 500 Artikel ohne Varianten sind schneller migriert als 8.000 Artikel mit komplexen Eigenschaftsgruppen und langer Bestellhistorie.
- →Bestehendes ERP-System und dessen Anbindung: Wer Shopware 5 bisher ohne JTL Wawi betrieben hat, muss die ERP-Seite separat lösen. Das verdoppelt den Projektumfang.
- →Qualität der bestehenden Daten: Fehlende EANs, inkonsistente Kategoriestrukturen und lückenhafte Kundendaten verlängern jede Migration deutlich. Datenpflege vor der Migration ist Pflicht, keine Option.
Die klarste Erkenntnis aus unseren Projekten: Wer jetzt plant, spart Zeit und Geld. Wer wartet bis ein Sicherheitsvorfall passiert oder Shopware 5 mit der nächsten PHP-Version nicht mehr startet, migriert unter maximalem Druck und minimaler Qualität.
Warum Händler mit der Migration zögern — und was sie unterschätzen
In Gesprächen mit Shopware-5-Händlern hören wir immer wieder dieselben zwei Muster, die den Wechsel verzögern:
Was Händler konkret gewinnen — aus Projekten die wir begleitet haben
Die Lektion
unsere Erkenntnis aus Shopware-Migrationsprojekten: Die Frage ist nicht ob du wechselst, sondern wann und wohin. Wer jetzt aktiv entscheidet, steuert das Ergebnis. Wer wartet, lässt sich vom nächsten Vorfall treiben.
Dein Action-Plan: Shopware 5 verlassen in 5 Schritten
Dieser Plan kommt aus unserer Projekterfahrung mit Shopware-5-Händlern. Er gilt unabhängig davon, ob du zu Shopware 6 mit JTL Connector oder zu JTL Wawi mit anderem Shop-System wechselst. Die ersten drei Schritte sind identisch.
Bestandsaufnahme deines aktuellen Systems
„Liste alle Plugins, Erweiterungen und Drittanbieter-Integrationen auf die du heute in Shopware 5 einsetzt. Notiere zu jedem Punkt: Wird die Funktion aktiv genutzt? Gibt es einen Nachfolger? Der häufigste Fehler: Händler schleppen Altlasten mit, die seit Jahren niemand mehr anfasst. Saubere Bestandsaufnahme spart direkt Geld.“
Systementscheidung treffen: Shopware 6 oder vollständiger Wechsel?
„Wenn du bereits mit JTL Wawi arbeitest oder mehrere Marktplätze bespielst, lohnt der Blick auf den JTL Connector für Shopware 6 — eine SaaS-Lösung ohne eigene Server-Installation. Wenn du noch kein ERP-System hast oder Multichannel-Funktionen brauchst, kann das Gesamtpaket aus JTL Wawi und JTL-Shop sinnvoller sein. Diese Entscheidung solltest du nicht allein treffen.“
Datenmigration vorbereiten und Testumgebung aufsetzen
„Vor jeder Migration gilt: Datenbank sichern, Testshop aufsetzen, Datenmapping durchführen. Artikel, Kunden, Bestellhistorie und Kategorien müssen sauber gemappt werden. Ein Import per Knopfdruck existiert nicht — jedes Feld muss geprüft werden. Laut JTL-Dokumentation ist eine aktuelle Datensicherung Pflichtvoraussetzung vor der Connector-Einrichtung, siehe JTL-Connector Shopware 6 Setup.“
Migration durchführen und testen
„Die eigentliche Datenmigration läuft über definierte Werkzeuge, nicht manuell. Danach kommt der strukturierte Test: Artikelansicht, Warenkorb, Checkout, Zahlungsabwicklung, Bestellbenachrichtigungen. Erst wenn alle kritischen Pfade sitzen, geht der Shop live. Ein zu früher Go-Live ohne vollständigen Test ist der teuerste Fehler in jeder Migration.“
Altes System absichern oder abschalten
„Sobald der neue Shop live ist, muss Shopware 5 entweder abgeschaltet oder zumindest vom Netz genommen werden. Einen abgekündigten Shop parallel laufen zu lassen — auch nur als Archiv — ist kein kalkulierbares Risiko. Alle 301-Weiterleitungen von alten URLs auf den neuen Shop müssen vor dem Abschalten stehen, sonst verlierst du SEO-Kapital.“

