JTL-POS Kassensystem mit Sortimentübersicht und Zahlungsarten-Auswahl auf dem Bildschirm

JTL-POS Sortiment und Zahlungsarten einrichten: Was du vor dem ersten Kassiervorgang wissen musst

Eine neue JTL-POS-Kasse läuft technisch — aber das Sortiment ist leer, die Zahlungsarten sind nicht konfiguriert und der erste Händler steht ratlos vor dem Bildschirm. Das ist kein Einzelfall. Das Sortiment in JTL-POS einzurichten ist keine Fünf-Minuten-Aufgabe: Artikel müssen dem Kassensortiment zugewiesen werden, Warengruppen brauchen eine durchdachte Struktur, und je nach Betriebsmodus (Standalone oder Connected mit JTL-Wawi) läuft die Konfiguration anders. Dazu kommt die Auswahl der Zahlungsarten — von Bar über EC-Karte bis zu Mollie und Gutscheinen.

Du willst deine JTL-POS-Kasse produktionsbereit machen und weißt nicht wo du anfangen sollst?

Dieser Beitrag zeigt dir den vollständigen Weg: von der Sortimentskonfiguration über die Zahlungsarten bis zum reibungslosen Kassiervorgang im Tagesbetrieb — aus der Praxis von Vlarom E-Commerce Agentur, JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin.

Auf einen Blick

  • Vlarom E-Commerce Agentur richtet JTL-POS regelmäßig für Händler ein: Das Sortiment muss explizit für die Kasse freigegeben werden. Artikel die in JTL-Wawi aktiv sind, erscheinen nicht automatisch im Kassensortiment.
  • Zahlungsarten in JTL-POS unterscheiden sich je nach Anbieter stark in der Konfigurationstiefe: Bar ist sofort nutzbar, Mollie und SumUp brauchen eine eigene Verbindung zum jeweiligen Anbieter.
  • Für den Tagesbetrieb sind drei Dinge unverzichtbar: ein funktionierendes Kassenbuch, klar definierte Buchungsgründe für Barein- und -entnahmen und ein regelmäßiger Tagesabschluss — laut JTL-Dokumentation der einzige Weg, um Umsätze korrekt zu saldieren.

Wir bei Vlarom E-Commerce Agentur sehen regelmäßig das gleiche Muster: Händler aktivieren JTL-POS, nehmen an alles sei ready, und dann fehlen beim ersten echten Kassiervorgang die Artikel oder eine Zahlungsart schlägt fehl. Die Einrichtung ist in der JTL-Dokumentation gut beschrieben — aber sie braucht Aufmerksamkeit in der richtigen Reihenfolge. Wir als JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin begleiten diese Konfiguration regelmäßig und wissen welche Stellen die meisten Fehler erzeugen.

JTL-POS Sortiment und Zahlungsarten einrichten: 5 Schritte

Die folgende Reihenfolge basiert auf der offiziellen JTL-Dokumentation unter [guide.jtl-software.com/jtl-pos/sortiment/](https://guide.jtl-software.com/jtl-pos/sortiment/) und unserer Projekterfahrung. Im Connected-Modus mit JTL-Wawi gelten zusätzliche Abhängigkeiten — Artikel müssen dort bereits korrekt angelegt sein, bevor sie an die Kasse übertragen werden können.

Betriebsmodus festlegen: Standalone oder Connected

Bevor du das Sortiment konfigurierst, musst du entscheiden ob JTL-POS eigenständig läuft (Standalone) oder mit JTL-Wawi verbunden ist (Connected). Im Connected-Modus werden Artikel, Preise und Bestände aus Wawi synchronisiert — du konfigurierst das Sortiment dann dort, nicht direkt in POS. Im Standalone-Modus legst du alles direkt in JTL-POS an. Diese Entscheidung bestimmt den gesamten Konfigurationspfad und sollte vor dem ersten Schritt klar sein.

Kategorien und Warengruppen anlegen

Im Sortiment-Bereich von JTL-POS legst du zunächst deine Kategorien an. Diese bilden die Warengruppen auf der Kassenkachel-Ansicht ab. Jede Kategorie kann für die POS-Nutzung aktiviert oder deaktiviert werden — das ermöglicht dir, Lagerkategorien aus Wawi von der Kassenansicht fernzuhalten. Halte die Strukturtiefe flach: Zwei bis drei Ebenen sind in der Praxis ausreichend, tiefere Hierarchien verlangsamen den Kassiervorgang. Der häufigste Fehler ist eine zu granulare Kategorie-Struktur die im Tagesbetrieb nicht praktisch bedienbar ist.

Artikel dem Kassensortiment zuweisen

JTL-POS unterstützt Standard-, Variations-, Stücklisten-, Konfigurations- und Pfandartikel. Jeder Artikel muss explizit für das Kassensortiment freigegeben werden — Artikel die in Wawi aktiv sind, erscheinen nicht automatisch in POS. Im Connected-Modus prüfst du in JTL-Wawi die Einstellung ‚Im POS anbieten‘. Variationsartikel benötigen außerdem korrekt angelegte Variantenkombinationen, bevor sie an der Kasse auswählbar sind. Laut JTL-Dokumentation ist die Artikelanzahl je nach gebuchter JTL-Edition begrenzt — prüfe deine Lizenz bevor du das komplette Sortiment anlegen willst.

Zahlungsarten konfigurieren

JTL-POS unterstützt Bar, Kartenzahlung und Kombinationen daraus, JTL-Vouchers (Gutscheine) sowie integrierte Zahlungsanbieter: SumUp Standard und Solo, PayPal POS (ehemals Zettle), Mollie, First Cash Solution und Viva Wallet. Zusätzlich können externe Anbieter über die OPI-Schnittstelle angebunden werden. Bar ist sofort verfügbar. Für alle Kartenanbieter brauchst du einen aktiven Account beim jeweiligen Anbieter und die Verbindungsdaten in den POS-Einstellungen. Mollie erfordert außerdem die vorherige Konfiguration in deinem Mollie-Dashboard. Leg auch Buchungsgründe für Bareinzahlungen und -entnahmen an — sie sind für ein korrektes Kassenbuch unerlässlich. Die vollständige Liste der unterstützten Zahlungsanbieter und deren Konfiguration findest du in der JTL-Dokumentation unter guide.jtl-software.com/jtl-pos/zahlungsarten/.

Tagesabschluss und Kassenbuch testen

Bevor die Kasse live geht, führe einen vollständigen Testdurchlauf durch: Artikel scannen, jede Zahlungsart durchbuchen, Zwischenbericht abrufen und einen Tagesabschluss machen. Laut JTL-Dokumentation kannst du beliebig viele Zwischenberichte im laufenden Tag erstellen — nur der Tagesabschluss schließt den Abrechnungszeitraum. Prüfe auch den Kassenbuchexport: Er lässt sich im DATEV-Format ausgeben, was für Steuerberater und die Finanzbuchhaltung relevant ist. Kontrolliere außerdem ob Trinkgeldpositionen korrekt gebucht werden, falls du das in deinem Betrieb nutzt.

Häufige Fragen zum JTL-POS Sortiment und zu Zahlungsarten

Artikel werden in JTL-POS nicht automatisch aus JTL-Wawi übernommen — du musst jeden Artikel explizit für das Kassensortiment freigeben. Im Connected-Modus aktivierst du in JTL-Wawi bei jedem Artikel die Option ‚Im POS anbieten‘. Im Standalone-Modus legst du Artikel direkt in JTL-POS unter Sortiment an. Laut JTL-Dokumentation unter guide.jtl-software.com/jtl-pos/sortiment/ unterstützt das System Standard-, Variations-, Stücklisten-, Konfigurations- und Pfandartikel. Die Anzahl angebundener Kassen sowie die maximale Artikelanzahl hängen von deiner gebuchten JTL-Edition ab.
JTL-POS unterstützt Barzahlung, Kartenzahlung und gemischte Zahlungen (Bar + Karte), JTL-Vouchers (Gutscheine) und Trinkgeld. Als integrierte Zahlungsanbieter stehen SumUp Standard und Solo, PayPal POS (ehemals Zettle by PayPal), Mollie, First Cash Solution und Viva Wallet zur Verfügung. Externe Anbieter können zusätzlich über die OPI-Schnittstelle angebunden werden. Barzahlung ist ohne weitere Konfiguration sofort nutzbar. Für alle anderen Zahlungsarten brauchst du einen aktiven Account beim jeweiligen Anbieter und trägst die Zugangsdaten in den POS-Einstellungen ein.
Für Mollie in JTL-POS brauchst du zunächst einen aktiven Mollie-Account und einen konfigurierten Zahlungsanbieter in deinem Mollie-Dashboard. In JTL-POS trägst du unter Einstellungen die API-Zugangsdaten ein und aktivierst Mollie als Zahlungsart. Mollie ist einer von fünf direkt in JTL-POS integrierten Anbietern — neben SumUp, PayPal POS, First Cash Solution und Viva Wallet. Wir sehen in der Praxis oft, dass Händler Mollie für ihren Online-Shop nutzen und die gleiche Integration dann auch an der Kasse abbilden wollen. Das ist technisch möglich, erfordert aber eine separate POS-Konfiguration in Mollie.
Ein Zwischenbericht zeigt alle Umsätze bis zum aktuellen Zeitpunkt — du kannst laut JTL-Dokumentation beliebig viele davon im laufenden Tag erstellen, ohne den Abrechnungszeitraum zu beenden. Der Tagesabschluss hingegen schließt den Abrechnungszeitraum ab und dokumentiert sämtliche Umsätze seit dem letzten Tagesabschluss. Nach dem Tagesabschluss beginnt ein neuer Abrechnungszeitraum. Für die TSE-Pflicht (technische Sicherheitseinrichtung) ist der regelmäßige Tagesabschluss außerdem ein gesetzliches Pflichterfordernis — der Kassensturz dient zusätzlich zur Überprüfung des physischen Kassenbestands gegen die registrierten Transaktionen.
Ja, JTL-Vouchers ist direkt in JTL-POS integriert. Gutscheine können an der Kasse sowohl verkauft als auch eingelöst werden. Voraussetzung ist, dass JTL-Vouchers als Zahlungsart in den POS-Einstellungen aktiviert ist und der Gutscheinartikel korrekt mit dem Vouchers-System verknüpft wurde. Im Kassiervorgang scannt der Kassiererin den Gutscheincode, der Restbetrag wird dann entweder als Rückgeld ausgezahlt oder als Guthaben auf dem Gutschein belassen. Wir sehen in Projekten regelmäßig, dass die Verknüpfung zwischen dem POS-Gutscheinartikel und dem Vouchers-System nicht korrekt eingerichtet ist — das führt dazu, dass Gutscheine an der Kasse nicht erkannt werden.
Ja, JTL-POS bietet eine Import/Export-Funktion für nahezu alle Datentypen: Artikel, Kategorien, Kundendaten, Einstellungen und Drucker. Exportiert wird im CSV-Format, das sich in Tabellenprogrammen bearbeiten lässt. Besonders relevant für die Buchhaltung ist der DATEV-Export des Kassenbuchs — dieser kann direkt an Steuerberater oder ins Buchhaltungssystem übergeben werden. Für die Datensicherung unterstützt JTL-POS außerdem tägliche Sicherungen per E-Mail oder lokale Speicherung. Die Import-Funktion hilft besonders bei der Ersteinrichtung wenn du Artikeldaten aus einem bestehenden System übertragen willst.

Brauchst du Hilfe bei der JTL-POS Einrichtung?

Vlarom E-Commerce Agentur richtet deine JTL-POS-Kasse produktionsbereit ein.

Wir sind JTL Service Partner Gold mit Standort in Ahrensfelde bei Berlin und begleiten Händler bei der vollständigen JTL-POS-Einrichtung — von der Sortimentskonfiguration über die Zahlungsarten bis zum produktiven Kassenbetrieb. Ruf Vlarom E-Commerce Agentur an unter +49 30 91473862, schreib an info@vlarom.de oder nutze unser Kontaktformular.

Autor

Alexander Luft

JTL Service Partner Gold · Vlarom E-Commerce Agentur · Ahrensfelde bei Berlin