JTL-Plan&Produce Fertigungsauftrag-Maske in JTL-Wawi mit Stückliste und Komponentenliste

JTL-Plan&Produce Fertigungsauftrag anlegen und ausführen: Von der Stückliste bis zur Buchung

Viele Händler die mit JTL-Plan&Produce starten, stolpern nicht über die Software selbst, sondern über den Aufbau davor: ein Produktionsartikel ohne vollständige Stückliste, fehlende Arbeitsgänge, ein Lager das beim Auftragsstart auf Fehlmenge läuft. Der Fertigungsauftrag in JTL-Wawi ist kein kompliziertes Werkzeug, aber er verzeiht keine halbe Vorbereitung.

Du willst wissen, wie ein Fertigungsauftrag von Anfang bis Ende wirklich funktioniert, ohne dabei in einen Fehler zu laufen?

Dieser Beitrag zeigt dir den kompletten Ablauf aus der täglichen Praxis: Produktionsartikel anlegen, Stückliste aufbauen, Arbeitsgänge zuweisen, Fertigungsauftrag erzeugen, ausführen und buchen. Inklusive der vier häufigsten Fehler die uns in Kundenprojekten immer wieder begegnen.

Auf einen Blick

  • ✓Unsere Erkenntnis aus zahlreichen Plan&Produce-Projekten: Wer den Produktionsartikel korrekt aufbaut, mit mindestens einem Arbeitsgang und vollständiger Stückliste, verhindert neun von zehn Fehlern beim Fertigungsauftrag von vornherein.
  • ✓Ein Fertigungsauftrag in JTL-Wawi durchläuft drei Phasen: Auftrag anlegen, in der JTL-Workbench ausführen, Buchung abschließen. Erst nach der Buchung steigt der Lagerbestand des Fertigartikels und die Rohteile werden abgeschrieben.
  • ✓Vlarom E-Commerce Agentur begleitet als JTL Service Partner Gold Händler beim vollständigen Plan&Produce-Setup: von der ersten Lizenzkonfiguration bis zum laufenden Produktionsbetrieb.

Wir arbeiten regelmäßig mit Händlern, die JTL-Plan&Produce neu einrichten oder von manueller Stücklisten-Führung auf den echten Produktionsprozess umstellen. Das häufigste Muster das wir sehen: Die Lizenz ist aktiviert, der erste Produktionsartikel ist angelegt, aber der Fertigungsauftrag läuft ins Leere weil entweder die Stückliste unvollständig ist oder der Rohteile-Lagerbestand nicht geprüft wurde. Mit Standort in Ahrensfelde bei Berlin lösen wir genau diese Ausgangssituation: strukturierter Aufbau von Anfang an statt Fehler-Debugging im laufenden Betrieb.

Was manuelle Fertigungsplanung kostet und wo JTL-Plan&Produce ansetzt

Händler die ohne Fertigungsauftrag arbeiten, führen ihre Produktionsplanung meistens in Excel-Listen oder per Zuruf. Das funktioniert bis zu einer bestimmten Auftragsanzahl. Sobald mehrere Fertigartikel parallel produziert werden und Rohteile geteilt sind, entstehen Fehlpicks und doppelte Abbuchungen desselben Rohteils für zwei verschiedene Aufträge. Laut JTL-Forum-Beiträgen zu Plan&Produce ist das Hauptproblem nicht die Software, sondern der fehlende Aufbau der Datenbasis vor dem ersten Fertigungsauftrag.

Quelle JTL-Forum-Praxis: Ein Händler im JTL-Forum beschreibt es so: „Ich kann keine Produktionslisten mehr ausbuchen, das Feld Disposition ist ausgegraut.“ In diesem Fall war die Dispositionsproduktions-Lizenz abgelaufen. Schon die Lizenzkonfiguration entscheidet darüber, welche Wege für den Fertigungsauftrag offenstehen.

Was bestimmt, wie reibungslos ein Fertigungsauftrag läuft:

  • →Vollständigkeit der Produktionsstückliste: Fehlt auch nur ein Rohteil oder ein Arbeitsgang in der Stückliste, bricht die Komponentenliste im Fertigungsauftrag unvollständig ab. Die Buchung am Ende ist dann falsch.
  • →Lagerbestand der Rohteile vor Auftragsstart: JTL-Wawi zeigt im Fertigungsauftrag die Komponentenliste mit Soll- und Ist-Menge. Wer diesen Check überspringt, läuft in der Workbench auf eine Fehlmenge.
  • →Lizenzumfang für Dispositionsproduktion: Die Dispositionsproduktion erfordert eine separate Lizenz. Ohne sie ist der Dispositions-Bereich ausgegraut und Fertigungsaufträge müssen über einen Umweg erzeugt werden.
  • →Freigabe-Status des Auftrags: Laut JTL-Dokumentation sind einige Felder nach der Freigabe des Fertigungsauftrags nicht mehr änderbar. Wer Menge oder Stücklistenversion danach korrigieren will, steht vor einem Problem.

Die Grundregel: Bevor der erste Fertigungsauftrag angelegt wird, muss der Produktionsartikel vollständig stehen. Stückliste, mindestens ein Arbeitsgang, ein zugewiesener Arbeitsplatz. Das sind die drei Voraussetzungen die entscheiden ob der Ablauf funktioniert oder nicht.

Die vier häufigsten Fehler beim Fertigungsauftrag in JTL-Plan&Produce

Aus der Projektpraxis kristallisieren sich immer wieder dieselben Fehlerquellen heraus. Vier davon blockieren den Fertigungsauftrag am häufigsten.

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Stückliste unvollständig

Der Produktionsartikel existiert in JTL-Wawi, aber die Produktionsstückliste wurde nicht vollständig befüllt. Entweder fehlt ein Rohteile-Artikel komplett, oder die Mengenangabe stimmt nicht mit dem echten Bedarf überein.

Folge: Die Komponentenliste im Fertigungsauftrag zeigt falsche oder unvollständige Bedarfsmengen. Die Buchung am Auftragsende schreibt dann falsche Mengen ab, das Lager stimmt danach nicht mehr.

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Rohteile-Lagerbestand reicht nicht aus

Die Stückliste ist korrekt, aber der tatsächliche Lagerbestand der Rohteile deckt den Bedarf des Fertigungsauftrags nicht. Das zeigt sich erst in der JTL-Workbench wenn der Assistent die Komponentenprüfung durchläuft.

Laut JTL-Dokumentation zeigt der Fertigungsauftrag in der Komponentenliste die benötigte Menge und die bereits verwendete Menge. Wer diese Spalten vor der Ausführung nicht prüft, startet einen Auftrag der nicht vollständig erfüllt werden kann.

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Kein Arbeitsgang in der Stückliste hinterlegt

Laut JTL-Guide ist in der Produktionsstückliste mindestens ein Arbeitsgang Pflicht bevor gespeichert werden kann. Fehlt er, lässt sich der Produktionsartikel nicht korrekt anlegen.

In der Praxis passiert das wenn Artikel aus der klassischen Stücklisten-Funktion in JTL-Wawi in Plan&Produce überführt werden sollen. Die klassische Stückliste kennt keine Arbeitsgänge, das muss manuell ergänzt werden.

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Freigabe zu früh gesetzt

Die Freigabe eines Fertigungsauftrags aktiviert ihn in der JTL-Workbench. Laut JTL-Dokumentation sind nach der Freigabe einige Änderungen nicht mehr möglich, darunter Mengenänderungen bei Aufträgen die über die Disposition mit einem Kundenauftrag verknüpft sind.

Wer Menge oder Stücklistenversion nach der Freigabe noch anpassen möchte, muss den Auftrag stornieren und neu anlegen. Das kostet Zeit und erzeugt unnötige Einträge in der Auftragshistorie.

Was sauber eingerichtetes Plan&Produce bringt: zwei konkrete Punkte

Rohteile-Verbrauch automatisch gebucht

Wer den Fertigungsauftrag korrekt abschließt, bekommt die Lagerbuchung gratis: Der Fertigartikel wird eingebucht, die Rohteile werden abgeschrieben, alles aus einer Aktion heraus. Kein manuelles Pflegen mehr. Ein Händler im JTL-Forum beschreibt es treffend: Ein Produktionsartikel ist für die restliche JTL-Welt ein normaler Artikel. Die Abschreibung der Rohteile passiert ausschließlich über den echten Produktionsprozess, nicht durch eine direkte Lagerbuchung.

Fehlmengen früh sichtbar

Die Komponentenliste im Fertigungsauftrag zeigt sofort wenn ein Rohteile-Bestand für den Auftrag nicht ausreicht. Das ist der konkrete Unterschied zur manuellen Excel-Planung: Der Bedarf wird zum Zeitpunkt der Auftragsanlage sichtbar, nicht erst wenn jemand in der Werkstatt vor einem leeren Regal steht. Vlarom E-Commerce Agentur richtet diese Transparenz als Teil des vollständigen Plan&Produce-Setups ein.

Die Lektion

Unsere Erkenntnis bei Vlarom E-Commerce Agentur aus Plan&Produce-Projekten: Die Software macht Fehlmengen und Planungslücken sichtbar, aber nur wenn der Produktionsartikel mit vollständiger Stückliste und mindestens einem Arbeitsgang aufgebaut wurde. Halbe Vorbereitung führt zu halber Transparenz. Wir richten diesen Aufbau bei jedem Kunden strukturiert ein, bevor der erste Fertigungsauftrag startet.

Häufig gestellte Fragen zu JTL-Plan&Produce Fertigungsauftrag

Ad-hoc-Produktion bedeutet, dass der Mitarbeiter an der Workbench selbst entscheidet was, wie viel und mit welcher Losgröße produziert wird, unabhängig von einem bestehenden Bedarf. Dispositionsproduktion dagegen arbeitet auf Basis eines konkreten Bedarfs aus Kundenaufträgen oder Bestellvorschlägen in JTL-Wawi. Der Fertigungsauftrag als engste Form der Planung geht noch weiter: Er sperrt Menge, Stücklistenversion und Losgrößenkonfiguration, sodass der Mitarbeiter diese nicht mehr ändern kann. Die Dispositionsproduktion erfordert laut JTL eine separate Lizenz. Fehlt sie, ist der Dispositions-Bereich in JTL-Wawi ausgegraut.
Nein. Laut JTL-Forum-Dokumentation ist ein Produktionsartikel für das restliche System ein normaler Artikel. Bei einer direkten Lagerbuchung, etwa per Zugang buchen, werden die Rohteile aus der Stückliste nicht automatisch abgeschrieben. Das passiert ausschließlich über den echten Produktionsprozess in der JTL-Workbench mit anschließender Buchungsbestätigung. Direkte Lagerbuchungen sind nur sinnvoll bei externer Fertigung oder wenn Bestände korrigiert werden müssen.
Nur eingeschränkt. Laut JTL-Guide sind nach der Freigabe einige Änderungen nicht mehr möglich, insbesondere die Menge bei Aufträgen die über die Disposition mit einem Kundenauftrag verknüpft sind. Wer Menge oder Stücklistenversion anpassen muss, sollte das vor der Freigabe tun. Nach der Freigabe bleibt als Option nur der Storno des Auftrags und eine Neuanlage. Anhänge, Notizen und Textfelder bleiben auch nach der Freigabe bearbeitbar.
Ein ausgegrautetes Dispositions-Feld ist laut JTL-Forum-Rückmeldungen ein Lizenzproblem. Die Dispositionsproduktion in JTL-Plan&Produce erfordert eine separate Lizenz über den JTL-Store. Ist diese Lizenz abgelaufen oder wurde sie nie aktiviert, ist der Dispositions-Bereich nicht zugänglich. Als Workaround ohne Dispositionslizenz: Fertigungsaufträge lassen sich weiterhin über den Produktionsartikel-Bereich anlegen und in der Workbench ausführen, allerdings ohne automatischen Bedarf aus Kundenaufträgen.
Es gibt keine dokumentierte Mengenbegrenzung für Stücklistenversionen. Laut JTL-Guide können mehrere Versionen einer Produktionsstückliste für einen Produktionsartikel existieren, jeweils mit Status Standard oder Alternative. Beim Anlegen eines Fertigungsauftrags oder beim Start der Produktion in der Workbench wählt der Nutzer aus welche Version verwendet werden soll. Sinnvoll ist das zum Beispiel wenn ein Artikel in unterschiedlichen Losgrößen mit leicht abweichenden Rohteile-Zusammensetzungen produziert wird.

Du willst JTL-Plan&Produce sauber einrichten, von der ersten Lizenz bis zum laufenden Fertigungsauftrag?

Fertigungsauftrag läuft nicht? Vlarom schaut sich das an.

Vlarom ist JTL Service Partner Gold und unterstützt Händler beim kompletten Plan&Produce-Setup: Produktionsartikel anlegen, Stücklisten aufbauen, Arbeitsgänge konfigurieren, Fertigungsaufträge testen. Ruf uns direkt an unter +49 30 91473862, schreibe an info@vlarom.de oder nutze unser Kontaktformular für eine unverbindliche Erstanalyse.

Autor

Alexander Luft

JTL Service Partner Gold · Vlarom E-Commerce Agentur · Ahrensfelde bei Berlin