
Auf einen Blick
- ✓Vlarom E-Commerce Agentur richtet JTL-Packtisch Plus in Kundenprojekten ein. Der größte Zeitaufwand liegt dabei in der Drucker- und Versandart-Konfiguration, nicht in der Software selbst. Der genaue Aufwand hängt von der Systemumgebung und den vorhandenen Druckern ab.
- ✓Packtisch Plus bietet zwei Arbeitsmodi: Einzelauftrag verpacken (ohne Pickliste, ideal für kleine Volumina) und Pickliste verpacken (für Mehrfach-Kommissionierung ab 10+ gleichzeitigen Aufträgen).
- ✓Wir sehen in der Praxis regelmäßig, dass Händler die automatische Dokument- und Etikettenerzeugung nicht aktivieren. Dabei spart genau das pro Auftrag 30 bis 60 Sekunden manueller Arbeit.
Wir sehen das in fast jedem Onboarding-Projekt: Packtisch Plus ist installiert, aber der Arbeitsplatz ist nicht konfiguriert. Das Ergebnis sind manuelle Abläufe, die sich längst automatisieren ließen. Vlarom E-Commerce Agentur begleitet als JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin Händler durch die komplette Einrichtung — von der Druckerzuweisung bis zum ersten vollautomatischen Versandabschluss. Diese Einrichtung haben wir in Dutzenden Projekten durchgeführt; die häufigsten Stolperstellen kennen wir halt genau.
JTL-Packtisch Plus einrichten: dein Schritt-für-Schritt-Plan
Die folgende Reihenfolge deckt die Einrichtung vollständig ab, von der ersten Aktivierung bis zum Verpacken per Pickliste. Mach ein Backup deiner Wawi-Datenbank, bevor du mit Konfigurationsänderungen anfängst. Bei Produktivumgebungen mit laufendem Betrieb solltest du die Konfiguration außerhalb der Hauptgeschäftszeiten durchführen.
Packtisch Plus in JTL-Wawi aktivieren
Öffne JTL-Wawi und gehe zu Admin > JTL-Packtisch+. Die Software ist seit Version 1.1 kostenlos enthalten und muss nur freigeschaltet werden. Prüfe unter Einstellungen, ob der Arbeitsplatz für diesen Computer bereits angelegt ist. Falls nicht, lege einen neuen Arbeitsplatz an und weise ihm einen Namen zu, der die physische Position im Lager beschreibt. Das erleichtert spätere Fehlersuche bei Mehr-Arbeitsplatz-Setups. Wer mit mehreren Rechnern arbeitet, konfiguriert jeden Rechner separat: Druckerzuweisungen, Versandeinstellungen und Infoboxen gelten immer arbeitsplatzspezifisch.
Drucker und Versanddokumente konfigurieren
Unter Konfiguration > Arbeitsplatz und Drucker legst du fest, welcher Drucker für Rechnungen, Lieferscheine und Versandlabels zuständig ist. Das ist der Schritt, den die meisten Händler zu schnell durchgehen: Wer hier den falschen Drucker wählt, druckt im Produktivbetrieb auf dem Bürodrucker statt auf dem Etikettendrucker im Lager. Prüfe zusätzlich unter Konfiguration > Ausgabe für Versanddokumente, welche Dokumente bei welchem Ereignis automatisch gedruckt werden sollen: Rechnung, Lieferschein und Versandlabel lassen sich unabhängig voneinander steuern. Die offizielle Dokumentation auf guide.jtl-software.com/jtl-wawi/jtl-packtisch beschreibt alle Konfigurationsbereiche im Detail.
Hintergrundprozesse und Automatisierungen einrichten
Unter Konfiguration > Versandverwaltung konfigurieren legst du fest, was beim Abschluss eines Versandvorgangs automatisch passiert: Versandbestätigung an den Kunden senden, Tracking-Nummer übertragen, Marktplatz-Benachrichtigung auslösen (Amazon, eBay, Shop). Das ist der stärkste Hebel in Packtisch Plus. Händler, die diese Automatisierungen nicht aktivieren, machen dieselbe Arbeit zweimal: einmal im Lager, einmal am Bürorechner. Aktiviere außerdem die Infoboxen unter Konfiguration > Infoboxen personalisieren: Dort kannst du arbeitsbezogene Hinweise einblenden, die erscheinen, wenn ein Mitarbeiter einen bestimmten Artikel scannt oder einen Auftrag öffnet.
Einzelauftrag verpacken (ohne Pickliste)
Für kleine Tagesvolumina oder den schnellen Einstieg: Drucke die Rechnungen für die zu versendenden Aufträge aus Wawi heraus, picke die Artikel manuell im Lager, und erfasse dann im Packtisch-Modul die Auftragsnummer von der Rechnung. Das System zeigt dir alle Positionen des Auftrags an. Scanne jeden Artikel per Barcode oder bestätige ihn manuell, wenn kein Barcode vorhanden ist. Freipositionen und Artikel mit Variationen müssen immer manuell bestätigt werden. Prüfe am Ende die Versandart, gib das Gewicht ein wenn deine Versandart Verwiegung erfordert, und klicke auf Verpacken. Wichtig: Aufträge müssen entweder bezahlt sein oder eine Vorauszahlungs-Zahlungsart nutzen (Nachnahme, Kauf auf Rechnung), damit sie im Packtisch erscheinen.
Pickliste erstellen und per Packtisch verpacken
Für Tagesvolumina ab 10 Aufträgen aufwärts lohnt sich der Picklisten-Workflow. Gehe in Wawi in den Bereich Versand, wähle die Kategorie Lieferbar oder Teillieferbar, markiere alle Aufträge, die du heute versenden willst, und klicke auf den Pfeil neben Auf Pickliste setzen. Wähle entweder eine Pickliste pro Lager (alle Aufträge desselben Lagers zusammen) oder eine Pickliste pro Auftrag (für Einzelzuordnung). Bestätige das Lager und drucke die Pickliste. Danach öffnest du in Packtisch Plus die Option Pickliste verpacken, wählst die erstellte Liste aus und scannst die Artikel. Das System ordnet jeden Artikel automatisch dem Auftrag mit den wenigsten offenen Positionen zu. Den vollständigen Picklisten-Workflow haben wir aus der JTL-Dokumentation auf guide.jtl-software.com/jtl-wawi/jtl-packtisch/pickliste-verpacken zusammengefasst.

