
Auf einen Blick
- ✓Unsere Erkenntnis aus zahlreichen Plan&Produce-Projekten: Wer den Produktionsartikel korrekt aufbaut, mit mindestens einem Arbeitsgang und vollständiger Stückliste, verhindert neun von zehn Fehlern beim Fertigungsauftrag von vornherein.
- ✓Ein Fertigungsauftrag in JTL-Wawi durchläuft drei Phasen: Auftrag anlegen, in der JTL-Workbench ausführen, Buchung abschließen. Erst nach der Buchung steigt der Lagerbestand des Fertigartikels und die Rohteile werden abgeschrieben.
- ✓Vlarom E-Commerce Agentur begleitet als JTL Service Partner Gold Händler beim vollständigen Plan&Produce-Setup: von der ersten Lizenzkonfiguration bis zum laufenden Produktionsbetrieb.
Wir arbeiten regelmäßig mit Händlern, die JTL-Plan&Produce neu einrichten oder von manueller Stücklisten-Führung auf den echten Produktionsprozess umstellen. Das häufigste Muster das wir sehen: Die Lizenz ist aktiviert, der erste Produktionsartikel ist angelegt, aber der Fertigungsauftrag läuft ins Leere weil entweder die Stückliste unvollständig ist oder der Rohteile-Lagerbestand nicht geprüft wurde. Mit Standort in Ahrensfelde bei Berlin lösen wir genau diese Ausgangssituation: strukturierter Aufbau von Anfang an statt Fehler-Debugging im laufenden Betrieb.
Was manuelle Fertigungsplanung kostet und wo JTL-Plan&Produce ansetzt
Händler die ohne Fertigungsauftrag arbeiten, führen ihre Produktionsplanung meistens in Excel-Listen oder per Zuruf. Das funktioniert bis zu einer bestimmten Auftragsanzahl. Sobald mehrere Fertigartikel parallel produziert werden und Rohteile geteilt sind, entstehen Fehlpicks und doppelte Abbuchungen desselben Rohteils für zwei verschiedene Aufträge. Laut JTL-Forum-Beiträgen zu Plan&Produce ist das Hauptproblem nicht die Software, sondern der fehlende Aufbau der Datenbasis vor dem ersten Fertigungsauftrag.
Quelle JTL-Forum-Praxis: Ein Händler im JTL-Forum beschreibt es so: „Ich kann keine Produktionslisten mehr ausbuchen, das Feld Disposition ist ausgegraut.“ In diesem Fall war die Dispositionsproduktions-Lizenz abgelaufen. Schon die Lizenzkonfiguration entscheidet darüber, welche Wege für den Fertigungsauftrag offenstehen.
Was bestimmt, wie reibungslos ein Fertigungsauftrag läuft:
- →Vollständigkeit der Produktionsstückliste: Fehlt auch nur ein Rohteil oder ein Arbeitsgang in der Stückliste, bricht die Komponentenliste im Fertigungsauftrag unvollständig ab. Die Buchung am Ende ist dann falsch.
- →Lagerbestand der Rohteile vor Auftragsstart: JTL-Wawi zeigt im Fertigungsauftrag die Komponentenliste mit Soll- und Ist-Menge. Wer diesen Check überspringt, läuft in der Workbench auf eine Fehlmenge.
- →Lizenzumfang für Dispositionsproduktion: Die Dispositionsproduktion erfordert eine separate Lizenz. Ohne sie ist der Dispositions-Bereich ausgegraut und Fertigungsaufträge müssen über einen Umweg erzeugt werden.
- →Freigabe-Status des Auftrags: Laut JTL-Dokumentation sind einige Felder nach der Freigabe des Fertigungsauftrags nicht mehr änderbar. Wer Menge oder Stücklistenversion danach korrigieren will, steht vor einem Problem.
Die Grundregel: Bevor der erste Fertigungsauftrag angelegt wird, muss der Produktionsartikel vollständig stehen. Stückliste, mindestens ein Arbeitsgang, ein zugewiesener Arbeitsplatz. Das sind die drei Voraussetzungen die entscheiden ob der Ablauf funktioniert oder nicht.
Die vier häufigsten Fehler beim Fertigungsauftrag in JTL-Plan&Produce
Aus der Projektpraxis kristallisieren sich immer wieder dieselben Fehlerquellen heraus. Vier davon blockieren den Fertigungsauftrag am häufigsten.
Was sauber eingerichtetes Plan&Produce bringt: zwei konkrete Punkte
Die Lektion
Unsere Erkenntnis bei Vlarom E-Commerce Agentur aus Plan&Produce-Projekten: Die Software macht Fehlmengen und Planungslücken sichtbar, aber nur wenn der Produktionsartikel mit vollständiger Stückliste und mindestens einem Arbeitsgang aufgebaut wurde. Halbe Vorbereitung führt zu halber Transparenz. Wir richten diesen Aufbau bei jedem Kunden strukturiert ein, bevor der erste Fertigungsauftrag startet.

