
Auf einen Blick
- ✓Wir richten Mollie regelmäßig im JTL-Shop ein: Die häufigste Fehlerursache ist nicht das Plugin, sondern die fehlende Verknüpfung der Mollie-Zahlarten mit den Versandarten im JTL-Backend.
- ✓Mollie deckt Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, PayPal, iDEAL, Bancontact, SOFORT und Klarna über eine einzige Integration ab. Wenn ein Händler schnell mehrere Zahlarten ohne Mehrfach-Verträge braucht, ist Mollie meist der direkteste Weg — wir sehen das in unseren JTL-Shop-Projekten regelmäßig.
- ✓Pflicht: gültiger API-Key (Live + Test), Profil-ID beginnend mit pfl_, Webhook-URL erreichbar von außen. Fehlt eines davon, erscheinen die Zahlarten im Checkout nicht oder Bestellungen kommen in der Wawi als pm_mollie statt mit konkreter Zahlart an.
Eine Zahlart-Integration ist nie ein reines Plugin-Thema. Als JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin haben wir Mollie in JTL-Shop-5-Setups verschiedenster Größe eingerichtet: vom B2C-Onlineshop mit drei Zahlarten bis zum europäischen Multi-Country-Setup mit iDEAL für die Niederlande und Bancontact für Belgien. Was sich in jedem Projekt zeigt: Die fünf Minuten Plugin-Klick sind das eine, die saubere Konfiguration im Mollie-Dashboard, im Shop-Backend und in der Wawi-Zahlartenzuordnung das andere.
Mollie im JTL-Shop einrichten: die 5 Schritte
Das ist der Ablauf, wie wir Mollie in JTL-Shop-Projekten einrichten. Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Wer Schritt 2 überspringt und gleich live geht, kämpft danach mit Zahlarten, die im Checkout fehlen oder Buchungen, die in der Wawi nicht zuzuordnen sind. Der Setup-Aufwand hängt von der Anzahl der gewünschten Zahlarten und der Komplexität deines Versandarten-Setups ab. Plane zusätzlich die Mollie-eigene Freischaltzeit für jede Zahlart ein (laut Mollie ein bis drei Werktage) — diese steuert Mollie, nicht das Plugin. Wer parallel Bestellverkehr fährt, sollte den Wechsel auf Mollie außerhalb der Stoßzeiten planen. Am ruhigsten läuft es Sonntagabend, wenn ein Hick-Up im Checkout am wenigsten Umsatz kostet.
Mollie-Account anlegen und Zahlarten freischalten
Lege einen kostenfreien Mollie-Account an. Im Mollie-Dashboard unter ‚Einstellungen → Zahlungsmethoden‘ aktivierst du jede Zahlart einzeln. Wichtig: Mollie schaltet einige Zahlarten erst nach Prüfung deiner Geschäftsdaten frei. Kreditkarte, Klarna und SEPA brauchen meistens 1-3 Werktage. Häufigster Fehler: Plugin wird installiert, bevor die Zahlarten im Mollie-Backend aktiv sind. Folge: Im Shop-Checkout erscheint nichts.
Mollie-Plugin im JTL-Extension-Store kaufen und installieren
Das Mollie-Plugin für JTL-Shop 5 findest du im offiziellen JTL-Extension-Store. Nach Kauf wird es automatisch im Plugin-Bereich deines Shops verfügbar. Lade es im JTL-Shop-Backend unter ‚Plugins → Übersicht‘ und klicke auf ‚Installieren‘. Tipp: Vor der Installation ein Backup der Datenbank, weil Plugin-Installationen Tabellenstruktur ändern und Rollback ohne Backup aufwändig ist.
API-Key und Profil-ID aus dem Mollie-Dashboard übertragen
Im Mollie-Dashboard findest du unter ‚Entwickler → API-Keys‘ zwei Schlüssel: einen Test-Key (beginnend mit test_) und einen Live-Key (beginnend mit live_). Beide trägst du im Plugin-Backend des JTL-Shops ein. Zusätzlich brauchst du die Profil-ID — sie beginnt mit pfl_ und steht im Mollie-Dashboard unter ‚Einstellungen → Webseiten‘. Pflichtfeld: Ohne Profil-ID funktionieren die Mollie-Components (Kreditkarteneingabe ohne Weiterleitung) nicht — die Eingabefelder bleiben grau.
Zahlarten mit Versandarten verknüpfen (der vergessene Schritt)
Das ist der Schritt, der in den meisten gescheiterten Einrichtungen fehlt. Im JTL-Shop-Backend gehst du zu ‚Storefront → Kaufabwicklung → Versandarten‘ und ordnest jede Mollie-Zahlart explizit den Versandarten zu. Ohne diese Zuordnung erscheint die Zahlart im Checkout nicht. Das Plugin meldet keinen Fehler, der Kunde sieht aber nichts. Die generische Mollie-Zahlart darf NICHT mit Versandarten verknüpft werden, sie ist nur ein technischer Rahmen. Quelle: WebStollen-Helpdesk Mollie-Dokumentation.
Webhook prüfen, Test-Bestellung durchführen, Live schalten
Mollie sendet Zahlungs-Status-Updates über einen Webhook an deinen Shop zurück. Die Webhook-URL wird vom Plugin automatisch generiert, sie muss aber von außen erreichbar sein. Wenn dein Hosting eine Firewall oder eine BasicAuth-Sperre hat, schlägt der Webhook lautlos fehl, und Bestellungen bleiben im Status ‚wartend‘. Führe eine Test-Bestellung mit Test-API durch (sichtbar nur für eingeloggte Backend-Nutzer), prüfe ob der Status nach Zahlung auf ‚paid‘ wechselt. Erst danach den Live-API-Key aktivieren. Pflicht-Hinweis: Ein Backup vor jedem Wechsel von Test auf Live, weil die Datenbank-Felder umgeschrieben werden. Nach dem Live-Gang die ersten echten Bestellungen aktiv beobachten — Logfiles in Plugin und Mollie-Dashboard parallel offen halten, damit eventuelle Webhook-Fehler in den ersten Stunden auffallen und nicht erst durch eine Kunden-E-Mail am nächsten Morgen bekannt werden.

