
Auf einen Blick
- ✓Unsere Erkenntnis aus Cloud-WMS-Projekten: Der Standard-Port für ecomDATA-gehostete WMS Mobile Server ist 58080, nicht 8080. Wer das übersieht, verliert beim Setup einen halben Tag mit der Suche an der falschen Firewall.
- ✓Die JTL-WMS Mobile App auf den MDE-Geräten verbindet sich mit der Cloud-IP der Wawi-Instanz, nicht mit einer lokalen Lager-IP. Adresse und Port findest du im ecomDATA-Kundencenter — die App fragt sie genau wie beim lokalen Setup ab, der Wert ist aber ein anderer.
- ✓Latenz und Roaming sind der größte Unterschied zum lokalen Setup. Bei vielen parallelen Buchungen merkt das Lager-Team sofort, ob die Cloud-Verbindung stabil ist. Die Vlarom E-Commerce Agentur prüft diesen Punkt vor dem Live-Gang mit einem realistischen Last-Test.
Cloud-WMS hat alle Vorteile der Cloud — kein Server-Management vor Ort, automatische Updates, zentrale Backups — und einen klaren Trade-off: Dein Lager-MDE braucht jetzt eine stabile Internetverbindung statt nur ein lokales WLAN. Wir richten Cloud-WMS bei mittelständischen Händlern bei der Vlarom E-Commerce Agentur ein und kennen die Stellen, an denen das Setup von der lokalen Variante abweicht. Als JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin gehen wir mit Cloud-Kunden vor dem Go-Live einmal die Verbindungsqualität im Lager durch — das verhindert Überraschungen am ersten Werktag.
JTL-Wawi Cloud + WMS Mobile einrichten: 5 Schritte für eine stabile MDE-Anbindung
Die folgenden Schritte setzen voraus, dass deine JTL-Wawi Cloud bereits läuft und eine WMS-Lizenz aktiv ist. Der WMS Mobile Server wird automatisch mit der Wawi-Installation in der Cloud bereitgestellt — du musst nichts separat installieren. Was du tun musst: ihn richtig konfigurieren, die richtigen Ports im ecomDATA-Backend freischalten lassen, die App auf den Geräten korrekt verbinden und die Verbindungsqualität im Lager prüfen. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Doku für den Standard-Setup-Prozess findest du im JTL-Guide zu JTL-WMS Mobile einrichten.
WMS Mobile Server in der Cloud-Instanz konfigurieren (Schritt 1)
Verbinde dich per RDP oder Cloud-Launcher mit deiner ecomDATA-Wawi-Instanz. Öffne dort das Windows-Startmenü, gehe zu JTL-Software und starte den JTL-WMS Mobile Server. Im Tab Server wählst du dein Datenbankprofil, trägst einen Namen ohne Sonderzeichen ein, wählst den Mandanten und das Warenlager. Setze das Protokoll auf HTTP für den Standard-Setup oder HTTPS, wenn du SSL-Zertifikate gepflegt hast. Beim Port: ecomDATA verwendet 58080 als Standard für Web-Anwendungen, Port 8080 ist in vielen Cloud-Instanzen anders belegt. Unter Betriebsart wähle Windows-Systemdienst und aktiviere Automatisch mit Windows starten. Wechsle zu Status und klicke Starten — der Status muss von Gestoppt auf Gestartet wechseln, bevor du weitermachst. Bei mehreren Lagern: pro Lager eine separate Server-Instanz auf einem eigenen Port (z.B. 58080 für Lager 1, 58081 für Lager 2).
Cloud-Port im ecomDATA-Backend freischalten lassen (Schritt 2)
Anders als beim lokalen Setup gibst du den Port nicht in der Lager-Firewall frei, sondern in der Firewall der Cloud-Instanz. Bei ecomDATA läuft das über ein Support-Ticket im Kundencenter unter `my.ecomdata.de`. Trage in das Ticket: Wawi-Cloud-Instanz-ID, gewünschter Port (Standard 58080), Verwendungszweck (WMS Mobile Server für MDE-Geräte). Der Support öffnet den Port und bestätigt das im Ticket. Bei mehreren Lager-Servern entsprechend mehrere Ports. Beachte: Manche ecomDATA-Tarife haben Port-Freischaltungen nicht standardmäßig im Leistungsumfang — kläre vorher mit deinem Cloud-Tarif, ob ein zusätzlicher Service-Schritt nötig ist. Diesen Punkt klären wir bei unseren Kunden vor dem Onboarding direkt mit ecomDATA.
MDE-Gerät mit der Cloud-Instanz verbinden (Schritt 3)
Auf dem Android-MDE-Gerät die JTL-WMS Mobile App öffnen. Der schnellste Weg: In der Wawi-Cloud-Instanz unter dem Mobile Server im Tab Status auf den Anbinden-Button klicken — ein QR-Code erscheint. Im Gerät auf das Kamera-Symbol im Anmeldefenster tippen und den QR-Code scannen. Der QR-Code enthält die Cloud-IP und den Port automatisch. Alternativ kannst du unter Server hinzufügen die Cloud-IP-Adresse und den Port manuell eingeben. Die Cloud-IP findest du im ecomDATA-Kundencenter unter den Verbindungsdaten deiner Wawi-Instanz. Wichtig: Verwechsle die Cloud-IP nicht mit der lokalen Lager-IP — beim lokalen Setup wäre es eine 192.168er-Adresse, in der Cloud ist es eine öffentlich erreichbare IP. Nach Scan bzw. manueller Eingabe mit Wawi-Benutzer und -Passwort anmelden.
Benutzerrechte für die Mobile App in Wawi setzen (Schritt 4)
Auch in der Cloud gilt: Der Wawi-Benutzer braucht das Recht Mobile App verwenden, sonst schlägt der Login fehl. In JTL-Wawi (auf der Cloud-Instanz): Admin-Bereich öffnen, Benutzer/Rechte, den Lager-Benutzer wählen, unter den Rechten Mobile App verwenden aktivieren, speichern. Bei mehreren Lager-Mitarbeitern lohnt eine eigene Benutzergruppe — z.B. „Lager-Mitarbeiter“ — mit aktivierter Mobile-App-Berechtigung; neue Mitarbeiter werden dann nur dieser Gruppe zugeordnet. Das spart Einzelarbeit und verhindert vergessene Berechtigungen. Die JTL-Doku zur Lizenzierung und Geräteanforderungen steht im JTL-Guide zu JTL-WMS Mobile.
Last-Test mit realistischer Buchungs-Frequenz (Schritt 5)
Der Latenz-Test ist der wichtigste Schritt im Cloud-WMS-Setup. Ein einzelner Scan über eine stabile Internetverbindung läuft schnell — aber bei mehreren parallelen Pickern und Buchungen wird die Cloud-Latenz spürbar. Plane einen Probetag, an dem alle Lager-Mitarbeiter parallel buchen, mit echten Aufträgen oder einer Test-Mandant-Datenbank. Beobachte: Wie schnell quittiert die App jeden Scan? Gibt es Verbindungsabbrüche bei Spitzen? Hängen mehrere Geräte gleichzeitig? Wenn die Antwortzeiten unter einer Sekunde bleiben, ist das Setup tragfähig. Wenn ein Gerät über zwei Sekunden für einen Scan-Quittier braucht, prüfe Internetverbindung, Cloud-Tarif (mehr Cores nötig?) und WLAN-Roaming im Lager. Wir bauen diesen Test bei unseren Kunden in das WMS-Onboarding ein, damit der Go-Live keine bösen Überraschungen bringt.

