MDE-Gerät mit JTL-WMS Mobile App im Lager — Verbindung zur JTL-Wawi Cloud im Hintergrund

JTL-Wawi Cloud + WMS Mobile Server einrichten: Cloud-Port, MDE-Konfiguration und die häufigsten Stolpersteine

Das WMS-Mobile-Setup in der JTL-Wawi Cloud unterscheidet sich an drei Stellen vom klassischen lokalen Setup: Der Mobile Server läuft auf der ecomDATA-Cloud-Instanz und nicht auf einem PC im Lager, der Standard-Port ist 58080 statt 8080, und die Firewall-Freigabe gehört auf die Cloud-Seite. Wer das nicht weiß, gibt zuerst Port 8080 in der lokalen Lager-Firewall frei und wundert sich, warum das MDE-Gerät den Server trotzdem nicht findet. Diesen Beitrag haben wir geschrieben, weil das gerade bei Cloud-Neukunden mit Lager der häufigste Stolperstein ist.

Du nutzt JTL-Wawi Cloud und willst MDE-Geräte im Lager anbinden, die App findet aber den Server nicht?

Wir zeigen dir, wie der WMS Mobile Server in der Cloud konfiguriert ist, welcher Port wo freigegeben werden muss, wie sich die App mit der Cloud-Instanz verbindet — und welche Latenz-Effekte du im laufenden Lagerbetrieb berücksichtigen solltest.

Auf einen Blick

  • ✓Unsere Erkenntnis aus Cloud-WMS-Projekten: Der Standard-Port für ecomDATA-gehostete WMS Mobile Server ist 58080, nicht 8080. Wer das übersieht, verliert beim Setup einen halben Tag mit der Suche an der falschen Firewall.
  • ✓Die JTL-WMS Mobile App auf den MDE-Geräten verbindet sich mit der Cloud-IP der Wawi-Instanz, nicht mit einer lokalen Lager-IP. Adresse und Port findest du im ecomDATA-Kundencenter — die App fragt sie genau wie beim lokalen Setup ab, der Wert ist aber ein anderer.
  • ✓Latenz und Roaming sind der größte Unterschied zum lokalen Setup. Bei vielen parallelen Buchungen merkt das Lager-Team sofort, ob die Cloud-Verbindung stabil ist. Die Vlarom E-Commerce Agentur prüft diesen Punkt vor dem Live-Gang mit einem realistischen Last-Test.

Cloud-WMS hat alle Vorteile der Cloud — kein Server-Management vor Ort, automatische Updates, zentrale Backups — und einen klaren Trade-off: Dein Lager-MDE braucht jetzt eine stabile Internetverbindung statt nur ein lokales WLAN. Wir richten Cloud-WMS bei mittelständischen Händlern bei der Vlarom E-Commerce Agentur ein und kennen die Stellen, an denen das Setup von der lokalen Variante abweicht. Als JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin gehen wir mit Cloud-Kunden vor dem Go-Live einmal die Verbindungsqualität im Lager durch — das verhindert Überraschungen am ersten Werktag.

JTL-Wawi Cloud + WMS Mobile einrichten: 5 Schritte für eine stabile MDE-Anbindung

Die folgenden Schritte setzen voraus, dass deine JTL-Wawi Cloud bereits läuft und eine WMS-Lizenz aktiv ist. Der WMS Mobile Server wird automatisch mit der Wawi-Installation in der Cloud bereitgestellt — du musst nichts separat installieren. Was du tun musst: ihn richtig konfigurieren, die richtigen Ports im ecomDATA-Backend freischalten lassen, die App auf den Geräten korrekt verbinden und die Verbindungsqualität im Lager prüfen. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Doku für den Standard-Setup-Prozess findest du im JTL-Guide zu JTL-WMS Mobile einrichten.

WMS Mobile Server in der Cloud-Instanz konfigurieren (Schritt 1)

Verbinde dich per RDP oder Cloud-Launcher mit deiner ecomDATA-Wawi-Instanz. Öffne dort das Windows-Startmenü, gehe zu JTL-Software und starte den JTL-WMS Mobile Server. Im Tab Server wählst du dein Datenbankprofil, trägst einen Namen ohne Sonderzeichen ein, wählst den Mandanten und das Warenlager. Setze das Protokoll auf HTTP für den Standard-Setup oder HTTPS, wenn du SSL-Zertifikate gepflegt hast. Beim Port: ecomDATA verwendet 58080 als Standard für Web-Anwendungen, Port 8080 ist in vielen Cloud-Instanzen anders belegt. Unter Betriebsart wähle Windows-Systemdienst und aktiviere Automatisch mit Windows starten. Wechsle zu Status und klicke Starten — der Status muss von Gestoppt auf Gestartet wechseln, bevor du weitermachst. Bei mehreren Lagern: pro Lager eine separate Server-Instanz auf einem eigenen Port (z.B. 58080 für Lager 1, 58081 für Lager 2).

Cloud-Port im ecomDATA-Backend freischalten lassen (Schritt 2)

Anders als beim lokalen Setup gibst du den Port nicht in der Lager-Firewall frei, sondern in der Firewall der Cloud-Instanz. Bei ecomDATA läuft das über ein Support-Ticket im Kundencenter unter `my.ecomdata.de`. Trage in das Ticket: Wawi-Cloud-Instanz-ID, gewünschter Port (Standard 58080), Verwendungszweck (WMS Mobile Server für MDE-Geräte). Der Support öffnet den Port und bestätigt das im Ticket. Bei mehreren Lager-Servern entsprechend mehrere Ports. Beachte: Manche ecomDATA-Tarife haben Port-Freischaltungen nicht standardmäßig im Leistungsumfang — kläre vorher mit deinem Cloud-Tarif, ob ein zusätzlicher Service-Schritt nötig ist. Diesen Punkt klären wir bei unseren Kunden vor dem Onboarding direkt mit ecomDATA.

MDE-Gerät mit der Cloud-Instanz verbinden (Schritt 3)

Auf dem Android-MDE-Gerät die JTL-WMS Mobile App öffnen. Der schnellste Weg: In der Wawi-Cloud-Instanz unter dem Mobile Server im Tab Status auf den Anbinden-Button klicken — ein QR-Code erscheint. Im Gerät auf das Kamera-Symbol im Anmeldefenster tippen und den QR-Code scannen. Der QR-Code enthält die Cloud-IP und den Port automatisch. Alternativ kannst du unter Server hinzufügen die Cloud-IP-Adresse und den Port manuell eingeben. Die Cloud-IP findest du im ecomDATA-Kundencenter unter den Verbindungsdaten deiner Wawi-Instanz. Wichtig: Verwechsle die Cloud-IP nicht mit der lokalen Lager-IP — beim lokalen Setup wäre es eine 192.168er-Adresse, in der Cloud ist es eine öffentlich erreichbare IP. Nach Scan bzw. manueller Eingabe mit Wawi-Benutzer und -Passwort anmelden.

Benutzerrechte für die Mobile App in Wawi setzen (Schritt 4)

Auch in der Cloud gilt: Der Wawi-Benutzer braucht das Recht Mobile App verwenden, sonst schlägt der Login fehl. In JTL-Wawi (auf der Cloud-Instanz): Admin-Bereich öffnen, Benutzer/Rechte, den Lager-Benutzer wählen, unter den Rechten Mobile App verwenden aktivieren, speichern. Bei mehreren Lager-Mitarbeitern lohnt eine eigene Benutzergruppe — z.B. „Lager-Mitarbeiter“ — mit aktivierter Mobile-App-Berechtigung; neue Mitarbeiter werden dann nur dieser Gruppe zugeordnet. Das spart Einzelarbeit und verhindert vergessene Berechtigungen. Die JTL-Doku zur Lizenzierung und Geräteanforderungen steht im JTL-Guide zu JTL-WMS Mobile.

Last-Test mit realistischer Buchungs-Frequenz (Schritt 5)

Der Latenz-Test ist der wichtigste Schritt im Cloud-WMS-Setup. Ein einzelner Scan über eine stabile Internetverbindung läuft schnell — aber bei mehreren parallelen Pickern und Buchungen wird die Cloud-Latenz spürbar. Plane einen Probetag, an dem alle Lager-Mitarbeiter parallel buchen, mit echten Aufträgen oder einer Test-Mandant-Datenbank. Beobachte: Wie schnell quittiert die App jeden Scan? Gibt es Verbindungsabbrüche bei Spitzen? Hängen mehrere Geräte gleichzeitig? Wenn die Antwortzeiten unter einer Sekunde bleiben, ist das Setup tragfähig. Wenn ein Gerät über zwei Sekunden für einen Scan-Quittier braucht, prüfe Internetverbindung, Cloud-Tarif (mehr Cores nötig?) und WLAN-Roaming im Lager. Wir bauen diesen Test bei unseren Kunden in das WMS-Onboarding ein, damit der Go-Live keine bösen Überraschungen bringt.

Häufige Fragen zu JTL-Wawi Cloud + WMS Mobile

ecomDATA setzt für Web-Anwendungen auf der Wawi-Cloud-Instanz Port 58080 als Standard ein. Beim lokalen WMS-Setup ist der Standard 8080 — in der Cloud weicht JTL davon ab, weil 8080 in vielen Cloud-Instanzen anders belegt ist. Wenn du mehrere Lager-Server-Instanzen brauchst, vergib aufeinanderfolgende Ports wie 58080, 58081, 58082. Jede Instanz braucht eine eigene Port-Freischaltung im ecomDATA-Backend, die du per Support-Ticket beantragst.
Technisch ja, weil die Cloud-IP öffentlich erreichbar ist. Praktisch sollte das gut überlegt sein. Sicherheits-Hinweis: Wenn dein Mobile Server über HTTP läuft (ohne Verschlüsselung), gehen Login-Daten und Buchungen ungeschützt durchs Netz. Für externe Geräte mindestens HTTPS einrichten oder die Geräte über ein VPN auf die Cloud-Instanz routen. Im Lager selbst über das WLAN ist das HTTP-Setup üblich, weil das Lager-WLAN nicht über das öffentliche Internet läuft. Cloud-Hosting fügt diese Außen-Erreichbarkeit hinzu — und die solltest du absichern.
MDE-Geräte mit JTL-WMS Mobile arbeiten online — sie senden jeden Scan in Echtzeit an den Mobile Server. Bei einer unterbrochenen Verbindung quittiert die App den Scan nicht und der Picker steht still. Es gibt keinen Offline-Cache, der Scans später nachreicht. Wer in einem Lager mit instabiler Internetverbindung arbeitet, sollte das vor der Cloud-Migration beachten. Eine LTE-Backup-Verbindung im Lager ist eine günstige Versicherung — kostet wenige Euro pro Monat und springt bei DSL-Ausfall ein. Wir empfehlen das bei jedem Cloud-WMS-Setup als Pflicht-Add-on.
Drei zentrale Unterschiede: Erstens läuft der Server in der Cloud-Instanz statt auf einem Lager-PC — du musst kein Server-Hardware administrieren. Zweitens ist der Port-Standard anders (58080 statt 8080), und die Firewall-Freigabe gehört in die Cloud-Firewall statt in die lokale Lager-Firewall. Drittens hängt die Verbindungsqualität an deiner Internetverbindung — bei lokalen Setups bleibt das Lager-WLAN auch bei Internet-Ausfall funktionsfähig. Lokales Setup haben wir im JTL-WMS MDE-Gerät einrichten-Beitrag ausführlich beschrieben — die Schritte dort gelten für die On-Premise-Variante.
Technisch gibt es kein hartes Limit — die Wawi-Cloud-Instanz limitiert die Last über die zugewiesenen Cores und den Speicher. Praktisch laufen drei bis fünf MDE-Geräte parallel ohne Probleme auf einer Standard-Cloud-Instanz. Bei zehn oder mehr parallelen Pickern lohnt sich ein Cloud-Tarif mit mehr Cores oder die Aufteilung auf separate Mobile-Server-Instanzen pro Lager-Bereich. Ein Händler im JTL-Forum: ‚Wir hatten ab acht parallelen MDEs spürbare Verzögerungen — der Wechsel auf einen größeren Cloud-Tarif hat das Problem gelöst.‘
Die JTL-WMS-Lizenz brauchst du wie beim lokalen Setup auch — sie ist nicht im Wawi-Cloud-Tarif inkludiert. Pro MDE-Gerät kommt eine WMS-Mobile-Lizenz dazu. Die Lizenzen kannst du im JTL-Kundencenter buchen. Achte beim Buchen darauf, dass die Lizenz mit deinem Wawi-Hauptkonto verknüpft ist — bei Cloud-Setups gibt es zwischen JTL-Konto und ecomDATA-Konto manchmal Abgrenzungs-Unsicherheiten, was zu Lizenz-Aktivierungsfehlern führen kann. Im Zweifel klärt der JTL-Support oder die Vlarom E-Commerce Agentur die Verknüpfung beim Onboarding.
Im ecomDATA-Kundencenter unter `my.ecomdata.de` findest du unter Verbindungsdaten oder Server-Konfiguration die öffentliche IP-Adresse deiner Wawi-Cloud-Instanz. Diese IP brauchst du beim Verbinden des MDE-Geräts. Ändert sich die IP im Laufe der Zeit (z.B. nach einem Cloud-Maintenance-Fenster), benachrichtigt dich ecomDATA — du musst dann die IP-Adresse in der App auf den MDE-Geräten aktualisieren. Wer mit DDNS oder einem Domain-Alias arbeitet, kann sich diese Aktualisierung sparen — frage ecomDATA, ob ein DNS-Eintrag statt einer rohen IP für deinen Tarif verfügbar ist.

JTL Service Partner Gold — Cloud-WMS aus der Praxis

Cloud-WMS sauber aufsetzen — wir übernehmen das vollständige Setup

Wir richten JTL-Wawi Cloud + WMS Mobile + MDE-Geräte für mittelständische Händler vollständig ein: Cloud-Konfiguration, Port-Freigabe mit ecomDATA, App-Deployment auf den Geräten, Last-Test im Lager. Als Vlarom E-Commerce Agentur, JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin, begleiten wir das Setup bis zum stabilen Live-Betrieb. Ruf uns an unter +49 30 91473862, schreibe an info@vlarom.de oder nutze unser Kontaktformular.