
Auf einen Blick
- ✓JTL-POS Kundenverwaltung ist optional: Du kannst völlig ohne Kundendaten kassieren. Wer Rechnungen ausstellt oder Stammkunden-Rabatte vergeben will, sollte die Kundenanlage von Anfang an einrichten — das spart spätere Nacharbeit.
- ✓Zwei Berichtstypen sind zentral: der Zwischenbericht zeigt Umsätze ohne den Tag abzuschließen, der Tagesabschluss beendet den Abrechnungszeitraum — beide laut JTL-Dokumentation für TSE-Pflicht-Betriebe gesetzlich relevant.
- ✓Der Kassenbuchexport im DATEV-Format ist die sauberste Schnittstelle zur Buchhaltung: Vlarom E-Commerce Agentur richtet diesen Export in der Praxis bei fast allen stationären Kunden ein — er spart stundenlange manuelle Nacharbeit.
Wir bei Vlarom E-Commerce Agentur sehen in Kundenprojekten regelmäßig, dass die Kunden- und Berichtsfunktionen von JTL-POS unterschätzt werden. Händler die ihre Kassendaten sauber dokumentieren und per DATEV-Export an den Steuerberater übergeben, sparen erheblich Zeit im Monatsabschluss. Wir sind JTL Service Partner Gold aus Ahrensfelde bei Berlin und richten diese Funktionen als Teil jeder POS-Einrichtung mit auf — ein Kassensystem das keine auswertbaren Daten liefert, schöpft seinen Wert nur halb aus.
JTL-POS Kunden, Berichte und Export einrichten: 5 Schritte
Diese Schritte bauen auf einer bereits eingerichteten JTL-POS-Kasse auf. Das Sortiment und die Zahlungsarten sollten konfiguriert sein bevor du Kunden-Gruppen und Berichtsfunktionen anlegen willst. Die offizielle Dokumentation findest du unter [guide.jtl-software.com/jtl-pos/kunden/](https://guide.jtl-software.com/jtl-pos/kunden/).
Kundengruppen anlegen
Der erste Schritt in der JTL-POS Kundenverwaltung ist die Anlage von Kundengruppen. Sie bilden die Basis für Rabatte, Preisgruppen und die spätere Auswertung nach Kundentyp. Typische Gruppen sind Stammkunden, Geschäftskunden und Laufkunden. Laut JTL-Dokumentation kannst du jeder Kundengruppe eigene Rabattprozentsätze zuweisen. Plane die Gruppen vor der Anlage durch — nachträgliche Umstrukturierungen bedeuten Arbeit an jedem einzelnen Kundendatensatz.
Kundendatensätze anlegen und verwalten
Einzelne Kunden legst du in JTL-POS über den Kundendialog an. Pflichtfelder sind Name und eine eindeutige Kundennummer — Adresse und E-Mail sind optional, aber für Rechnungsstellung und digitalen Bon-Versand notwendig. JTL-POS unterstützt den vollständigen Kundenverwaltungszyklus: Anlegen, Bearbeiten, Löschen und die Zuweisung zu einem Kassenbon während des Kassiervorgangs. Die Kunden-Zuweisung am Bon ist besonders wichtig wenn du Ausgangsrechnungen direkt aus dem POS erzeugen willst — ohne Kundenzuordnung fehlt der Empfänger auf der Rechnung.
Kunden einem Bon zuweisen
Während des Kassiervorgangs kannst du zu jedem offenen Bon einen Kunden aus der Kundenverwaltung zuweisen. Das System zeigt nach Eingabe des Namens oder der Kundennummer direkt die passenden Datensätze an. Laut JTL-Dokumentation ist der Kassenbetrieb ohne Kundenzuweisung vollständig möglich — die Zuweisung ist fakultativ. In der Praxis lohnt sie sich aber überall dort wo Stammkunden-Rabatte, B2B-Rechnungen oder Gutschein-Gutschriften eine Rolle spielen. Der häufigste Fehler ist die fehlende Kunden-Zuordnung bei B2B-Vorgängen — was nachträglich nur durch Korrekturbuchungen behoben werden kann.
Zwischenbericht und Tagesabschluss auswerten
JTL-POS bietet drei Berichtstypen für den Tagesbetrieb: den Zwischenbericht (alle Umsätze bis zum aktuellen Zeitpunkt, beliebig oft abrufbar), den Tagesabschluss (schließt den Abrechnungszeitraum, gesetzlich relevant für TSE-Pflicht-Betriebe) und den Kassensturz (physische Überprüfung des Kassenbestands gegen die registrierten Transaktionen). Zusätzlich gibt es eine Kassenbestandsabfrage für den aktuellen Stand und eine Trinkgeldbestandsabfrage. Führe den Tagesabschluss täglich durch — nicht nur wegen der TSE-Pflicht, sondern weil offene Abrechnungszeiträume die Auswertung erschweren.
Kassendaten exportieren: DATEV und CSV
JTL-POS exportiert Kassendaten im CSV-Format und bietet darüber hinaus einen spezialisierten DATEV-Export für die Buchhaltung. Im CSV-Export sind Artikel, Kategorien, Kundendaten, Einstellungen und Drucker enthalten — laut JTL-Dokumentation unter guide.jtl-software.com/jtl-pos/import-export/ nahezu alle Daten die im System verwendet werden. Für die Steuerkanzlei ist der Kassenbuchexport im DATEV-Format der relevante Datenstrom: Er enthält alle Buchungen des Abrechnungszeitraums in dem Format das Steuerberater direkt importieren können. Richte den Export-Rhythmus gleich bei der Inbetriebnahme fest — täglich nach dem Tagesabschluss ist die sauberste Lösung.

