
Auf einen Blick
- ✓JTL Wawi kennt elf Auftragsquellen — von eBay und Amazon über den JTL-Shop bis zum XML-Import per Ameise. Vlarom E-Commerce Agentur richtet je nach Händler-Setup die passende Kombination ein.
- ✓Der XML-Import ist der direkteste Weg für Aufträge aus Fremdsystemen: Pflichtfelder sind cSprache, cWaehrung, cBestellNr und die Warenkorbpositionen mit cPosTyp. Die XSD-Schemadatei liegt lokal im JTL-Programmordner.
- ✓Mehrere offene Aufträge eines Kunden lassen sich vor der Rechnungserstellung zu einem Auftrag zusammenfassen. Wichtig dabei: überflüssige Versandpositionen danach manuell löschen, sonst entstehen doppelte Versandkosten — ein Fehler den wir bei Vlarom E-Commerce Agentur regelmäßig nacharbeiten.
JTL Wawi Aufträge importieren klingt nach einer einmaligen Aufgabe, ist aber oft ein dauerhafter Prozess. Händler die auf Marktplätzen ohne nativen JTL-Connector verkaufen, stehen jeden Tag vor der Frage: Wie kommen diese Bestellungen ins System? Wir haben dieses Setup für Kunden mit Eigenentwicklungen, Ameise-Workflows und XML-Schnittstellen umgesetzt. Als JTL Service Partner Gold kennt die Vlarom E-Commerce Agentur alle stabilen Importwege aus der täglichen Projektarbeit.
JTL-Wawi Aufträge importieren: In 5 Schritten zum sauberen Setup
Die folgenden fünf Schritte decken alle relevanten Szenarien ab — von der automatischen Marktplatz-Anbindung über den XML-Import bis zum Zusammenfassen von Aufträgen vor dem Versand. Welchen Weg du nimmst, hängt von deiner Auftragsquelle ab.
Auftragsquelle identifizieren
Kläre zuerst, woher der Auftrag kommt. JTL Wawi unterstützt heute elf Quellen: manuelle Sofortaufträge, Kundenaufträge aus der Kundenverwaltung, eBay und Amazon über JTL-eazyAuction, JTL-Shop-Aufträge per Shopabgleich, Drittanbieter-Shops über JTL-Connectoren, JTL-POS, JTL-Ameise, XML-Import, Angebote und Abonnements sowie die Entwickler-Schnittstelle JTL-wawiExtern.dll. Für jeden dieser Wege gibt es eine eigene Konfiguration. Wer hier pauschal vorgeht, baut sich früher oder später Duplikate oder fehlende Aufträge ein. Der häufigste Fehler: Ein Marktplatz läuft bereits über eine externe Lösung, und dann wird derselbe Auftrag ein zweites Mal manuell erfasst.
Automatische Marktplatz-Anbindung einrichten
eBay und Amazon laufen über JTL-eazyAuction. Bei jedem Abgleich werden neue Aufträge automatisch in Wawi übertragen und der Status aktualisiert. Amazon FBA ist ein Sonderfall: Amazon übernimmt die Auslieferung eigenständig, Wawi wird nur informiert, du musst nichts weiter tun. Für Drittanbieter-Shops ohne nativen Connector nutzt du JTL-Connectoren oder passende Plugins. Die offizielle Dokumentation zu Marktplatz-Anbindungen findest du auf guide.jtl-software.com. Unser Tipp aus der Praxis: Lass den ersten Abgleich immer in einem Testmandanten laufen, nicht direkt in der Produktion.
XML-Import aus Fremdsystemen vorbereiten
Wenn dein Quellsystem keinen nativen JTL-Connector hat, aber XML exportieren kann, ist der direkte XML-Import der sauberste Weg. Die Datei muss bestimmte Pflichtfelder enthalten: cSprache (z.B. ger), cWaehrung (z.B. EUR), cBestellNr (maximal 30 Zeichen) und korrekte Warenkorbpositionen mit cPosTyp. Datumsfelder im Format JJJJ-MM-TT, Dezimalzahlen mit Punkt statt Komma, Boolean-Felder mit großem Y oder N. Die vollständige Struktur steht in der XSD-Datei OldWawi.xsd, die lokal in deinem JTL-Programmordner unter JTL-Software > Importdateien liegt. Mach vor jedem Import eine Datenbank-Sicherung. Über die Option Duplikate vermeiden prüft Wawi anhand der externen BestellNr, ob ein Auftrag schon im System ist. Weitere Details zum Importvorgang findest du auf guide.jtl-software.com/jtl-wawi/verkauf/auftraege-importieren/.
Aufträge per JTL-Ameise importieren
Für Marktplätze ohne XML-Schnittstelle oder für Massenimporte aus Altdaten nutzt du die JTL-Ameise. Die Ameise unterstützt CSV-Formate und eignet sich besonders gut für einmalige Datenübernahmen aus einem Fremdsystem sowie für wiederkehrende Importe von nicht angebundenen Kanälen. Achte auf konsistente Kundendaten: Wenn die Emailadresse im CSV nicht mit einem bestehenden Kunden in Wawi übereinstimmt, legt Wawi einen neuen Datensatz an. Das klingt harmlos, führt aber über Monate zu duplizierten Kundenprofilen. Für komplexere Ameise-Mappings gilt aus unserer Erfahrung: Feldstruktur zuerst an fünf Beispielaufträgen testen bevor du tausende Zeilen importierst.
Mehrere Aufträge zusammenfassen
Wenn ein Kunde mehrere offene Bestellungen hat und du diese gemeinsam versenden willst, kannst du sie in Wawi zusammenfassen. Öffne dazu die Verkaufsverwaltung und gehe auf Aufträge > Ohne Rechnung. Markiere die betroffenen Aufträge, klicke auf Zusammenfassen und bestätige mit Ja. Der neue Auftrag enthält alle Positionen plus alle Versandpositionen der Ursprungsaufträge. Das ist der Punkt, an dem viele Händler einen Fehler machen: Die Versandpositionen bleiben alle drin, und der Kunde zahlt doppelt oder dreifach Versand. Deshalb direkt danach den zusammengefassten Auftrag öffnen, überflüssige Versandpositionen markieren, löschen und speichern. Wichtig: Das Zusammenfassen ist nur möglich, solange noch keine Rechnung existiert.

