Auf einen Blick
- ✓Wir setzen als Vlarom E-Commerce Agentur bei JTL-Wawi-Onboardings Mindestbestand und Maximalbestand immer als erstes auf — ohne diese Werte liefert der Bestellvorschlag nur Rauschen statt verlässlicher Zahlen.
- ✓Der Kern-Workflow ist überschaubar: Bestellvorschlag generieren, Ergebnis prüfen, auf Einkaufsliste setzen, Lieferantenbestellung auslösen — alles aus JTL-Wawi heraus ohne externes Tool.
- ✓Das häufigste Problem das wir bei Vlarom E-Commerce Agentur in der Projektpraxis sehen: Artikel tauchen im Vorschlag nicht auf obwohl der Bestand unter dem Mindestbestand liegt — Ursache ist fast immer die aktivierte Option „Kein Bestellvorschlag“ in den Artikelstammdaten.
Wir wissen aus der Praxis: Bestellvorschläge sind eine der unterschätztesten Funktionen in JTL-Wawi. In der Projektpraxis sehen wir bei Vlarom E-Commerce Agentur regelmäßig, dass Händler das Feature deaktiviert lassen oder mit falschen Referenzzeiträumen konfigurieren — und sich dann wundern, warum Artikel ausgehen oder die Vorschläge nicht plausibel wirken. Wer die Parameter einmal sauber eingestellt hat, spart sich die tägliche manuelle Bestandskontrolle und kauft deutlich gezielter ein. Das gilt für kleine Händler mit 200 Artikeln genauso wie für Betriebe mit 10.000 SKUs — der Aufwand für die Einrichtung ist einmalig, der Nutzen täglich. Der häufigste Grund warum Artikel nicht im Bestellvorschlag erscheinen: Die Checkbox „Kein Bestellvorschlag“ im Artikel-Reiter Lager ist gesetzt — wir sehen das in ca. einem Drittel aller Support-Anfragen zu diesem Thema.
Wie richtest du Bestellvorschläge und Einkaufsliste in JTL-Wawi ein?
Die folgende Anleitung basiert auf der aktuellen JTL-Wawi-Oberfläche unter Beschaffung. Bevor du startest: Stelle sicher, dass deine Artikel mindestens einen Standardlieferanten haben und der Mindestbestand gepflegt ist. Ohne diese Grundlage rechnet der Vorschlag ins Leere, weil JTL keine Basis für die Bedarfsberechnung hat.
Mindestbestand und Maximalbestand pro Artikel pflegen
Öffne den Artikel in der Artikelverwaltung und wechsle auf den Reiter Lager. Dort findest du die Felder für Mindestbestand und Maximalbestand pro Lager. Der Mindestbestand sagt dem System: Unter dieser Menge soll nachbestellt werden. Der Maximalbestand begrenzt, wie viel maximal auf Lager sein soll — das verhindert Überbestellungen bei der automatischen Berechnung. Trage hier realistische Werte ein, keine runden Zahlen aus dem Bauch. Für einen Artikel der sich 20 Mal pro Monat verkauft und eine Lieferzeit von einer Woche hat, macht ein Mindestbestand von 5 bis 7 Stück Sinn — nicht 1. Wichtig: Prüfe auch den Reiter Sonstiges. Dort gibt es die Option ‚Kein Bestellvorschlag‘. Ist diese aktiviert, taucht der Artikel im Vorschlag nie auf — egal wie niedrig der Bestand ist. Das ist der häufigste Fehler den wir in Kundensystemen sehen. In einem Onboarding hatten wir einmal einen Händler mit 400 Artikeln, bei denen diese Option versehentlich durch einen Massenimport gesetzt worden war — kein einziger Artikel erschien im Vorschlag. Detaillierte Dokumentation zur Bestandspflege findet sich im JTL-Guide: Mindest- und Maximalbestände pro Lager pflegen.
Bestellvorschlag konfigurieren und generieren
Gehe im JTL-Wawi-Menü zu Beschaffung und öffne dort die Bestellvorschläge. Im oberen Bereich der Maske wählst du im Dropdown ‚Anfordern von‘ den Lieferanten aus — das ist dein Startbereich. Im Feld ‚Liefern an‘ wählst du das Ziellager. Dann geht es in die Bedarfsberechnung: Aktiviere die Option ‚Zukünftigen Bedarf berechnen‘ und gib an, für wie viele Tage du den Bedarf projizieren willst. 30 Tage ist ein guter Startpunkt — bei saisonalem Sortiment eher kürzer, bei stabilen Schnelldrehern auch länger. Im Reiter ‚Bei Bedarfsberechnung berücksichtigen‘ aktivierst du die Checkbox für ‚Mindestbestand auffüllen‘ — sonst berücksichtigt das System nur offene Aufträge, aber nicht deinen definierten Sicherheitsbestand. Klicke auf ‚Vorschlag generieren‘. JTL berechnet nun für jeden Artikel die Bestellmenge basierend auf Tagesverbrauch, aktuellem Bestand, Zulauf und den Mindestbestandsvorgaben.
Ergebnis prüfen und Bestellmengen anpassen
Nach der Generierung siehst du eine Liste mit Artikeln, berechneten Bestellmengen und dem jeweiligen Lieferanten. Prüfe die Spalten ‚Fehlbestand‘ und ‚Bedarf gesamt‘ bevor du weiter machst. Fehlbestand zeigt dir, wie viele Einheiten bereits jetzt fehlen — berechnet aus Bestand minus offenen Aufträgen minus gesperrten Beständen. Wenn ein Artikel unerwartet fehlt obwohl sein Bestand niedrig ist, prüfe zuerst ob der richtige Lieferant gewählt ist. JTL zeigt nur Artikel an die einem Lieferanten zugeordnet sind — Artikel ohne Standardlieferanten tauchen standardmäßig nicht auf. Du kannst die Option ‚Artikel ohne Lieferanten einbeziehen‘ aktivieren wenn du auch diese sehen willst. Die Bestellmenge lässt sich manuell überschreiben — das macht Sinn wenn du weißt dass ein Lieferant nächste Woche die Preise ändert oder du eine Aktionsmenge nutzen willst. Tipp: Speichere deine Konfiguration als Vorlage über ‚Einstellungen speichern‘ — dann kannst du beim nächsten Lauf direkt loslegen.
Auf Einkaufsliste setzen
Markiere die Artikel die du bestellen willst und klicke auf ‚Auf Einkaufsliste setzen‘. Du kannst wählen zwischen ‚Nur markierte Artikel‘ und ‚Alle Artikel‘. Außerdem kannst du entscheiden ob du bestehende Einträge auf der Einkaufsliste ersetzen oder addieren willst. Addieren macht Sinn wenn du mehrere Bestellvorschläge nacheinander bearbeitest — zum Beispiel erst Lieferant A, dann Lieferant B. Der vollständige Workflow für Beschaffung und Einkaufsliste ist auch im JTL-Guide: Artikel auf Einkaufsliste setzen dokumentiert. Alternativ kannst du Artikel auch direkt aus der Artikelverwaltung per Rechtsklick auf die Einkaufsliste legen — das ist praktisch für Einzelartikel die du nicht über den Bestellvorschlag abdecken willst, zum Beispiel Neuartikel ohne Verkaufshistorie.
Lieferantenbestellung aus der Einkaufsliste auslösen und Bestellwert prüfen
In der Einkaufsliste siehst du alle Artikel gesammelt und nach Lieferant sortiert. Bevor du die Bestellung auslöst: Prüfe den Gesamtwert je Lieferant. Viele Lieferanten haben einen Mindestbestellwert — liegt dein Bestellwert darunter, entstehen Versandkostenzuschläge die die Marge auffressen. JTL-Wawi zeigt den Gesamtwert pro Lieferant in der Kopfzeile der jeweiligen Gruppe. Wenn der Wert zu niedrig ist, gehe zurück zum Bestellvorschlag und erhöhe die Bestellmenge für einzelne Artikel — oder füge weitere Artikel direkt aus der Artikelverwaltung hinzu. Aus der Einkaufsliste heraus erstellst du mit einem Klick die Lieferantenbestellung. Das System erzeugt automatisch eine Bestellung pro Lieferant mit allen relevanten Positionen. Nach dem Auslösen der Bestellung wird der erwartete Zulauf sofort in der Bestellvorschlag-Maske berücksichtigt — du siehst damit direkt ob der Lagerstand nach Wareneingang ausreichend sein wird oder ob du nachbessern musst. Aus der Projektpraxis der Vlarom E-Commerce Agentur: Wer diesen Schritt regelmäßig einmal pro Woche durchläuft statt ad hoc zu bestellen, reduziert die durchschnittliche Anzahl an Expressbestellungen deutlich.
Video: Bestellvorschläge in JTL-Wawi: automatisch nachbestellen
⚠️ Der Voiceover ist eine synthetische KI-Stimme (EU AI Act Art. 50).

