JTL-Wawi Artikelstammdaten mit geöffnetem Stücklisten-Reiter, Komponenten und Mengenangaben sichtbar

JTL-Wawi Stücklisten einrichten: Bundles und Konfigurationsartikel sauber anlegen

Stücklisten und Konfigurationsartikel sind zwei der praktischsten Funktionen in JTL-Wawi — und gleichzeitig zwei der am häufigsten falsch eingerichteten. Wer ein Bundle aus mehreren Einzelartikeln verkauft oder Kunden die Wahl zwischen verschiedenen Produktoptionen lassen will, braucht diese Funktionen. Das Problem: Die Einrichtung hat ein paar versteckte Fallstricke, die den Bestand durcheinanderbringen oder den Shop-Auftritt kaputtmachen, wenn man sie nicht kennt.

Wer zum Beispiel ein Werkzeugset als Bundle anbietet und gleichzeitig die Einzelteile separat verkauft, muss genau verstehen, wie JTL die Verfügbarkeit aus den Komponentenbeständen berechnet. Wer Konfigurationsartikel für zusammenstellbare Produkte einrichten will, braucht zuerst die richtige Lizenz; sonst bleibt die Konfigurator-Funktion in der Registerkarte einfach unsichtbar. Beides sind Punkte, die wir regelmäßig bei Neukunden-Onboardings korrigieren.

Du willst JTL-Wawi Stücklisten einrichten, ohne später Bestandsprobleme oder Preisfehler zu bekommen?

Diese Anleitung zeigt den sauberen Weg durch beide Funktionen, mit den Punkten, an denen es in der Praxis am häufigsten hakt.

Auf einen Blick

  • ✓Stücklisten in JTL-Wawi sind Bundles aus festen Einzelartikeln: Die Vlarom E-Commerce Agentur richtet sie regelmäßig für Händler ein, die Pakete verkaufen ohne den Einzelbestand doppelt pflegen zu wollen.
  • ✓Konfigurationsartikel brauchen eine separate Lizenz und eignen sich für Produkte, bei denen Kunden aktiv Optionen wählen. Die Vlarom E-Commerce Agentur nutzt sie vor allem bei Langhantelsets, Möbelpaketen oder zusammenstellbaren Produktbundles.
  • ✓Der häufigste Fehler: Bestandsführung und Komponentenpreise nicht aufeinander abgestimmt. Wir beheben diese Konfigurationsfehler bei mehreren Kunden pro Quartal.

Vlarom E-Commerce Agentur ist als JTL Service Partner Gold mit Sitz in Ahrensfelde bei Berlin darauf spezialisiert, Stücklisten und Konfigurationsartikel in echten Produktivumgebungen einzurichten, nicht im Demo-System. Wir haben gesehen, was passiert, wenn Komponenten ohne Bestandsführung angelegt werden und der Bestand trotzdem auf null fällt, oder wenn der Konfigurationsartikel im Shop erscheint, obwohl die Lizenz noch nicht aktiv ist. Diese Anleitung basiert auf dem, was wir dabei gelernt haben.

JTL-Wawi Stücklisten einrichten: 5 Schritte für Stücklisten und Konfigurationsartikel

Die folgende Anleitung trennt beide Artikeltypen klar voneinander. Stücklisten kommen zuerst: sie brauchen keine Lizenz und lassen sich sofort einrichten. Konfigurationsartikel folgen danach, weil sie einen vorgelagerten Schritt in der Lizenzverwaltung erfordern.

Wichtig vorab: Lege vor größeren Änderungen an bestehenden Artikeln eine Sicherung deiner Wawi-Datenbank an. Ein versehentlich gelöschter Komponentenartikel kann den gesamten Stücklistenbestand unbrauchbar machen. Das gilt besonders, wenn du Stücklisten auf einem Produktivsystem bearbeitest, das bereits aktive Bestände führt. Sinnvoll ist es, neue Stücklisten zuerst mit Testartikeln anzulegen und die Bestandsberechnung zu prüfen, bevor die echten Produktdaten eingetragen werden.

Alle Komponentenartikel zuerst anlegen

Bevor du eine Stückliste oder einen Konfigurationsartikel anlegst, müssen alle Einzelartikel fertig in JTL-Wawi vorhanden sein: mit Preisen, EANs und Plattformzuweisungen. Das gilt für Stücklisten genauso wie für Konfigurationsgruppen. Der häufigste Fehler, den wir sehen: Der Stücklistenartikel wird angelegt, die Komponenten fehlen noch, und hinterher stimmt der automatisch berechnete Einkaufspreis nicht. Kindartikel (also Variationskombinationen) sind als Komponenten erlaubt — Vaterartikel und andere Stücklisten dagegen nicht. Diese Einschränkung gilt für beide Artikeltypen. Weitere Details zu den erlaubten Komponenten findest du direkt im JTL-Guide zu Stücklisten. Die Vlarom E-Commerce Agentur prüft bei jedem Einrichtungsprojekt als erstes den Vollständigkeitsstatus aller Komponentenartikel — das verhindert Preis- und Bestandsfehler von Beginn an.

Stücklistenartikel anlegen und Komponenten zuordnen

Erstelle einen neuen Artikel in JTL-Wawi und wechsle zur Registerkarte Stückliste/Konfigurator. Dort klickst du auf Hinzufügen und wählst die bereits angelegten Einzelartikel als Komponenten aus. Pro Komponente legst du die Menge fest. Den Gesamtverkaufspreis der Stückliste setzt du unabhängig von den Einzelpreisen. JTL berechnet aus den Komponentenpreisen automatisch einen durchschnittlichen Netto-Einkaufspreis, der für die Marge sichtbar bleibt. Wenn du Bestandsführung aktivierst, zeigt JTL die Verfügbarkeit der Stückliste basierend auf der Komponente mit dem geringsten Lagerbestand. Das bedeutet: Fällt eine Komponente auf null, gilt auch die Stückliste als nicht verfügbar, auch wenn alle anderen Teile noch ausreichend vorhanden sind.

Lieferzeit und Überverkäufe korrekt einstellen

Die Lieferzeit einer Stückliste richtet sich nach der Komponente mit der längsten Lieferzeit. Das ist in den meisten Fällen das gewünschte Verhalten, aber es lohnt sich, die Lieferzeiten aller Einzelartikel zu prüfen, bevor du die Stückliste live stellst. Wenn du Überverkäufe für bestimmte Komponenten erlaubst, greift JTL im Bedarfsfall auf die Beschaffungszeit des hinterlegten Lieferanten zurück. Bedenke: Komponenten mit erlaubten Überverkäufen werden bei der Bestandsberechnung nicht berücksichtigt. Das kann dazu führen, dass die Stückliste als verfügbar gilt, obwohl du kurzfristig nachbestellen musst. Für Pack-Größen (zum Beispiel 5er-Pack und 10er-Pack desselben Produkts) legen separate Stücklisten den Einzelartikelbestand sauber ab; beide Bundles lassen sich so unabhängig voneinander anbieten.

Konfigurationsartikel-Lizenz aktivieren und Gruppen anlegen

Konfigurationsartikel erfordern eine separate Lizenz, die du im JTL-Kundencenter buchst. Den Lizenzschlüssel gibst du in JTL-Wawi unter Plattformen > Verkaufskanäle > Module ein. Ohne diesen Schritt erscheint die Konfigurator-Funktion in der Registerkarte nicht. Sobald die Lizenz aktiv ist, legst du Konfigurationsgruppen an. Eine Gruppe fasst thematisch zusammengehörige Auswahloptionen zusammen, zum Beispiel Stangen und Scheiben bei einem Langhantelset. Pro Gruppe wählst du den Anzeigetyp: Radio Button für Einzelauswahl, Checkbox oder Liste für Mehrfachauswahl. Jede Komponente innerhalb der Gruppe bekommt Mindestmenge, Maximalmenge und Ausgangsmenge. Du kannst einzelne Optionen vorauswählen oder als Empfehlung hervorheben. Separate Preise pro Komponente sind möglich, sodass sich Aufpreise für bestimmte Varianten direkt an der Gruppe konfigurieren lassen. Die vollständige Dokumentation dazu steht im JTL-Guide zu Konfigurationsartikeln. Wir begleiten Händler aus ganz Deutschland vom Standort Ahrensfelde bei Berlin aus durch diesen Einrichtungsprozess — von der Lizenzaktivierung bis zur fertigen Konfigurationsgruppe.

Konfigurationsartikel anlegen und Gruppen zuordnen

Erstelle den übergeordneten Konfigurationsartikel als normalen Artikel und wechsle zur Registerkarte Stückliste/Konfigurator. Dort ordnest du die zuvor angelegten Gruppen zu und legst die Reihenfolge fest, in der sie im Shop angezeigt werden. Die Sortiernummer pro Gruppe bestimmt die Darstellungsreihenfolge. Wenn du die Option Vom Multiplikator lösen aktivierst, werden Positionen wie Versandkosten nur einmal verrechnet und nicht mit der gewählten Menge multipliziert. Für Shop-Darstellungen mit abweichenden Komponentenpreisen kannst du Rabatte und Zuschläge sichtbar machen. Beachte: Pro Shop benötigst du eine separate Lizenz. Wenn du mehrere Verkaufskanäle betreibst, ist das ein Kostenpunkt, der im Budget eingeplant sein sollte. Alle Komponentenartikel müssen für den jeweiligen Shop aktiviert sein. Fehlt die Aktivierung, erscheint der Konfigurationsartikel im Shop ohne die entsprechende Auswahlmöglichkeit.

Video: Stücklisten in JTL-Wawi: Sets bauen ohne Bestandschaos

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Häufig gestellte Fragen zu JTL-Wawi Stücklisten und Konfigurationsartikeln

Eine Stückliste ist ein Bundle mit fester Zusammensetzung: die Komponenten und Mengen stehen fest, der Kunde wählt nichts aus. Ein Konfigurationsartikel dagegen lässt Kunden aktiv aus Optionen wählen, zum Beispiel zwischen verschiedenen Größen oder Zubehörteilen. Der praktische Unterschied: Stücklisten brauchen keine Zusatzlizenz und eignen sich für klassische Produktbundles. Konfigurationsartikel erfordern eine separate Lizenz und sind sinnvoll, wenn das Produkt individuell zusammengestellt werden soll. Beide Typen werden in derselben Registerkarte (Stückliste/Konfigurator) eingerichtet. Die Vlarom E-Commerce Agentur empfiehlt Händlern, vor der Entscheidung für einen der beiden Typen die Sortimentsstruktur und den Kundenbedarf zu analysieren — das spart spätere Umbauten.
JTL-Wawi zeigt die Verfügbarkeit einer Stückliste basierend auf der Komponente mit dem geringsten Lagerbestand. Wenn eine Stückliste aus Artikel A (10 Stück) und Artikel B (3 Stück) besteht, liegt die maximale Verfügbarkeit der Stückliste bei 3 Einheiten. Fällt eine Komponente auf null, gilt die gesamte Stückliste als nicht verfügbar, auch wenn alle anderen Teile ausreichend vorrätig sind. Komponenten, für die Überverkäufe erlaubt sind, werden bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt. Wenn du Bestandsführung für die Stückliste aktivierst, solltest du daher die Überverkauf-Einstellungen aller Komponenten sorgfältig prüfen.
Kindartikel (also konkrete Variationskombinationen) dürfen als Stücklistenkomponenten verwendet werden. Vaterartikel dagegen nicht. Das bedeutet: Wenn du ein T-Shirt in Größe M und Farbe Blau als Komponente benötigst, wählst du direkt diesen Kindartikel aus, nicht den Vaterartikel T-Shirt. Andere Stücklisten und Konfigurationsartikel dürfen ebenfalls nicht als Komponenten verwendet werden. Diese Einschränkung gilt für beide Artikeltypen. Vor dem Anlegen der Stückliste solltest du sicherstellen, dass alle benötigten Kindvarianten in JTL-Wawi bereits vorhanden und aktiv sind.
Ja, die Konfigurationsartikel-Lizenz ist shop-gebunden. Wenn du mehrere JTL-Shops betreibst und in jedem Shop Konfigurationsartikel anbieten möchtest, benötigst du für jeden Shop eine eigene Lizenz. Den Lizenzschlüssel gibst du in JTL-Wawi unter Plattformen > Verkaufskanäle > Module ein. Ohne aktive Lizenz erscheint die Konfigurator-Option in der Registerkarte nicht und der Artikel kann nicht als Konfigurationsartikel eingerichtet werden. Die Lizenzkosten solltest du daher vor dem Einrichten in dein Budget einplanen. Bei Multi-Shop-Setups berät die Vlarom E-Commerce Agentur, welche Shops die Lizenz tatsächlich benötigen und wo Konfigurationsartikel den größten Umsatzeffekt bringen.
Den Verkaufspreis einer Stückliste legst du unabhängig von den Einzelpreisen fest; er ändert sich nicht automatisch, wenn du Komponentenpreise anpasst. Was sich automatisch aktualisiert, ist der berechnete durchschnittliche Netto-Einkaufspreis, den JTL aus den Komponentenpreisen errechnet. Dieser Wert ist für die Margendarstellung relevant, beeinflusst aber nicht den Verkaufspreis. Wenn du die Preise regelmäßig anpasst, solltest du bei Stücklisten routinemäßig prüfen, ob der berechnete Einkaufspreis noch zur aktuellen Kalkulation passt.
Vorpacken ist in JTL-Wawi technisch möglich. Sobald du eine Stückliste vorpackst, werden die Komponentenartikel aus dem Einzelbestand ausgebucht. Kauft ein Kunde danach einen Einzelartikel, der in der vorgepackten Stückliste steckt, kann es zu Bestandsdiskrepanzen kommen. Das Vorpacken eignet sich daher nur dann, wenn die Komponenten ausschließlich innerhalb dieser Stückliste verkauft werden und nie als Einzelartikel im Shop erscheinen.
Für unterschiedliche Pack-Größen (zum Beispiel ein 5er-Pack und ein 10er-Pack desselben Artikels) legst du separate Stücklisten an, die beide auf denselben Einzelartikel als Komponente verweisen, aber mit unterschiedlicher Mengenzahl. So teilen sich beide Stücklisten denselben Lagerbestand des Einzelartikels, ohne dass du ihn doppelt pflegen musst. Die Bestandsberechnung erfolgt automatisch: JTL zeigt für jede Stückliste die maximal verfügbare Stückzahl basierend auf dem aktuellen Komponentenbestand und der konfigurierten Menge.

Stücklisten funktionieren — wenn die Grundkonfiguration stimmt.

Mit Vlarom JTL-Wawi richtig einrichten.

Wir sind JTL Service Partner Gold und richten JTL-Wawi seit Jahren für mittelständische Händler ein, von der ersten Stückliste bis zur komplexen Konfigurationsartikel-Struktur mit mehreren Verkaufskanälen. Die Vlarom E-Commerce Agentur betreut Händler deutschlandweit von Ahrensfelde bei Berlin aus. Wenn du unsicher bist, ob Stücklisten oder Konfigurationsartikel für dein Sortiment die richtige Wahl sind, helfen wir dir bei der Entscheidung und setzen beides direkt sauber auf. Ruf direkt an unter +49 30 91473862, schreib an info@vlarom.de oder nutze das Kontaktformular für ein unverbindliches Erstgespräch.

Autor

Alexander Luft

JTL Service Partner Gold · Vlarom E-Commerce Agentur · Ahrensfelde bei Berlin