
Auf einen Blick
- ✓Ein JTL-Workflow besteht aus Ereignis (z.B. „Auftrag erstellt“), optionaler Bedingung und einer oder mehreren Aktionen. Der JTL-Wawi Worker führt Workflows im Hintergrund aus — ohne aktiven Worker feuern zeitverzögerte Workflows nicht.
- ✓Die sieben häufigsten Workflows aus unserer Praxis: automatischer Rechnungsdruck nach Zahlungseingang, Versand-Mail mit Trackingnummer, Lagerbestand-Warnung, Retouren-Handling, Marktplatz-Tagging, Zahlungserinnerung und Bewertungsaufforderung. Jeder davon spart täglich zwischen 10 Minuten und einer Stunde manuelle Arbeit.
- ✓Regel vor dem Go-Live: jeden Workflow zuerst auf einen Testkunden einschränken, Testauftrag anlegen, Verhalten prüfen — erst dann die Einschränkung entfernen. Als Vlarom E-Commerce Agentur übernehmen wir diesen Prozess im Rahmen der Wawi-Einrichtung.
Wir richten Workflows bei fast jeder JTL-Wawi-Einrichtung ein — und sehen die gleichen Routineaufgaben immer wieder: Rechnungen ausdrucken, Versand-Mails tippen, Lagerbestände prüfen. Ab etwa 20 Aufträgen pro Tag rechnet sich die Automatisierung schon an einem einzigen Workflow. Der Setup-Aufwand beträgt pro Workflow 30 bis 90 Minuten — die Zeitersparnis im Tagesgeschäft läuft dauerhaft.
Was JTL-Workflows in der Praxis wirklich sparen
Drei der sieben häufigsten Workflows aus unseren Projekten haben einen direkt messbaren Zeitgewinn. Die Werte sind konservativ gerechnet:
Praxiswerte aus unseren Projekten: Ein Händler mit 80 Aufträgen pro Tag spart durch den automatischen Rechnungsdruck etwa 30 Minuten, durch Versand-Benachrichtigungen weitere 20 Minuten und durch Lagerbestand-Warnungen geschätzt 10 Minuten pro Tag — zusammen etwa eine Stunde täglich, die sonst in Routinearbeiten untergeht.
Die drei Workflows mit dem höchsten Zeitgewinn im Tagesgeschäft:
- →Automatischer Rechnungsdruck nach Zahlungseingang: Spart 20-40 Minuten pro Tag bei Händlern mit 50+ Aufträgen. Ereignis: Zahlstatus auf „bezahlt“. Aktion: Drucken + Mailen. Häufigster Workflow im Neukunden-Onboarding.
- →Versand-Mails mit Trackingnummer: Spart 15-25 Minuten pro Tag plus deutlich weniger Kunden-Anfragen zum Versandstatus. Ereignis: Versandstatus auf „Versendet“. Aktion: E-Mail mit Tracking-Link aus DHL/DPD-Connector.
- →Lagerbestand-Warnungen unter Schwellwert: Verhindert Ausverkaufssituationen und spart dem Einkauf eine tägliche Bestandsprüfung. Ereignis: Bestand geändert. Bedingung: unter Schwellwert. Aktion: interne E-Mail.
Die zentrale Regel: Workflows lohnen sich ab etwa 20 Aufträgen pro Tag. Darunter sind manuelle Prozesse oft schneller — der Einrichtungsaufwand amortisiert sich dann nicht. Mehr dazu im offiziellen JTL-Guide zur Workflow-Verwaltung.
Warum Workflows schiefgehen — die zwei häufigsten Setup-Fehler
Aus dutzenden Workflow-Projekten sehen wir immer wieder dieselben zwei Ursachen, wenn etwas nicht greift oder an der falschen Stelle feuert:
Was Workflows bei unseren Kunden in der Praxis gebracht haben
Die Lektion
Unsere Erkenntnis aus dutzenden Workflow-Projekten: Drei bis vier gut durchdachte Workflows decken 80 % der Routineaufgaben im Tagesgeschäft ab. Mehr als 10-15 aktive Workflows werden schnell unübersichtlich — wir strukturieren sie deshalb immer mit einem Namenspräfix pro Kategorie (zum Beispiel RE- für Rechnungen, VS- für Versand, LAGER- für Lager).
JTL-Workflow in 5 Schritten sauber einrichten
So läuft ein Workflow-Setup in unserer Praxis ab — vom Bedarf bis zum Go-Live. Die Reihenfolge gilt für jeden der sieben Typ-Beispiele:
Schritt 1: Zweck und Ereignis festlegen
Was soll der Workflow tun, und welches Ereignis löst ihn aus? „Auftrag erstellt“, „Zahlstatus geändert“, „Retoure angelegt“, „Artikel-Bestand geändert“ sind die häufigsten Auslöser. Häufigster Fehler: Ereignis und Ziel nicht sauber getrennt — z.B. „Rechnung drucken wenn Zahlungseingang“ fällt auf „Zahlstatus = bezahlt“, nicht auf „Auftrag erstellt“.
Schritt 2: Bedingungen definieren
Eine Bedingung schränkt ein, wann der Workflow greift. Beispiele: Zahlart = PayPal, Versandart = DHL, Auftragsquelle = Amazon. Bedingungen kombinieren sich mit UND-Logik — für ODER-Logik braucht es zwei separate Workflows. Tipp: Zum Testen eine Zusatz-Bedingung auf „Kunde = Testkunde“ setzen.
Schritt 3: Aktion(en) anlegen
In einem Workflow lassen sich mehrere Aktionen hintereinander schalten: Rechnung drucken, E-Mail senden, Tag setzen, interne Benachrichtigung. Die Reihenfolge ist die Ausführungsreihenfolge. Für E-Mails eine eigene Vorlage mit Tracking-Link oder Rechnungs-Anhang anlegen — Standard-Vorlagen von JTL sind oft zu generisch.
Schritt 4: Testlauf mit Testkunden
Workflow aktivieren mit der Bedingung „Kunde = Testkunde“. Einen oder zwei Testaufträge für diesen Kunden anlegen. Ausführung prüfen: kam die E-Mail? Wurde die Rechnung gedruckt? Ist der Tag gesetzt? Erst nach erfolgreichem Testlauf die Testkunden-Bedingung entfernen.
Schritt 5: Live-Schaltung + Monitoring
Bedingung auf produktive Logik umstellen (Kundengruppe, Auftragsquelle, Zahlart), Workflow speichern. In den ersten Tagen regelmäßig das Workflow-Protokoll in JTL-Wawi prüfen: sind alle Aktionen erfolgreich? Gibt es Aufträge, bei denen der Workflow nicht greifen konnte? Wir übernehmen dieses Monitoring in den ersten zwei Wochen nach Go-Live.
⚠️ Der Voiceover ist eine synthetische KI-Stimme (EU AI Act Art. 50).

