
Auf einen Blick
- ✓Vlarom E-Commerce Agentur richtet JTL-Wawi Netzwerk-Installationen regelmäßig ein: Der SQL Server läuft immer auf dem Hauptrechner, alle weiteren Arbeitsplätze werden als reine Clients verbunden, ohne eigene Datenbankinstanz.
- ✓Der häufigste Fehler den wir sehen ist eine nicht freigegebene Windows-Firewall: Der SQL-Server-Prozess muss explizit zugelassen sein, sonst findet kein Client die Datenbank.
- ✓Aus zahlreichen Onboarding-Projekten wissen wir: Wer den SQL Server von Anfang an sauber konfiguriert (korrekter Kompatibilitätslevel, Auto-Shrink deaktiviert, feste Dateiwachstum-Größen), vermeidet die meisten Performance-Probleme von Beginn an.
Als JTL Service Partner Gold begleitet Vlarom E-Commerce Agentur Händler beim vollständigen Aufbau ihrer JTL-Infrastruktur: von der ersten SQL-Server-Instanz bis zum fertig vernetzten Mehrplatz-Betrieb. Bei Onboardings sehen wir regelmäßig dieselben Konfigurationsfehler, die sich mit dem richtigen Aufbau von Anfang an vermeiden lassen. Für Händler aus dem Raum Berlin und Brandenburg bieten wir persönliche Unterstützung vor Ort — mehr zur regionalen Betreuung auf unserer JTL-Agentur-Brandenburg-Seite.
JTL-Wawi Netzwerk Installation in 5 Schritten
Vlarom E-Commerce Agentur setzt diese Schritt-für-Schritt-Anleitung bei Onboarding-Projekten ein. Den vollständigen Aufbau einer Wawi-Umgebung beschreibt unsere Anleitung zur JTL-Wawi Einrichtung. Die Schritte basieren auf der offiziellen JTL-Dokumentation bei guide.jtl-software.com und der SQL Server Optimierungsanleitung. Der Ablauf gilt für eine Neuinstallation, nicht für Updates. Lege vor dem Start ein vollständiges Backup deiner bestehenden Daten an.
Hauptrechner vorbereiten und SQL Server installieren
Der SQL Server kommt ausschließlich auf den Hauptrechner, nicht auf jeden Client. Lade die JTL-Wawi-Setup-Datei herunter und führe sie als Serverrolle aus. Die Installation legt automatisch eine SQL Server-Instanz mit dem Namen JTLWAWI an und erstellt die eazybusiness-Datenbank. Voraussetzung: Windows 10 oder neuer, .NET Framework 4.8, mindestens 4 GB RAM für den Datenbankserver. Notiere dir Servername und Instanzname direkt nach der Installation: die brauchst du für alle Client-Verbindungen. Pflicht: Lege ein Backup der frisch angelegten Datenbank an, bevor du weitermachst.
SQL Server für den Netzwerkbetrieb konfigurieren
Nach der Installation aktivierst du TCP/IP im SQL Server Configuration Manager. Öffne dort ‚Netzwerkkonfiguration für JTLWAWI‘ und aktiviere TCP/IP. Unter den IP-Adressen-Einstellungen trägst du entweder einen festen Port ein (z.B. 1433, TCP Dynamic Ports dabei auf 0 setzen) oder verwendest einen dynamisch zugewiesenen Port. Den aktuell genutzten Port liest du im Configuration Manager unter ‚TCP/IP → IP-Adressen‘ ab. Notiere den Port: er gehört in jeden Client-Verbindungsstring. Starte den SQL Server-Dienst nach der Änderung neu.
Windows-Firewall für den SQL Server freigeben
Das ist die häufigste Fehlerquelle bei Netzwerk-Installationen: Die Windows-Firewall blockiert den SQL Server, weil der Prozess nicht explizit zugelassen wurde. Öffne die Windows-Defender-Firewall-Einstellungen und lege eine neue eingehende Regel für die Anwendung an. Der Pfad zur SQL Server-Programmdatei ist typischerweise: C:\\Programme\\Microsoft SQL Server\\MSSQL.1\\MSSQL\\Binn\\sqlservr.exe. Laut JTL-Dokumentation wird ausschließlich die Windows-Firewall unterstützt. Drittanbieter-Firewalls können zusätzliche Freigaben erfordern, liegen aber außerhalb des JTL-Setups.
Client-Arbeitsplätze verbinden
Auf jedem weiteren Arbeitsplatz wird JTL-Wawi im Client-Modus installiert, ohne eigene SQL Server-Instanz. Beim ersten Start fragt die Wawi nach dem Datenbankserver. Der Servername folgt dem Schema RECHNERNAME,PORT\\INSTANZNAME, zum Beispiel BUERO-PC,1337\\JTLWAWI. Den Rechnernamen des Hauptrechners findest du unter Systemeigenschaften. Als Authentifizierung verwendest du den sa-Benutzer: Ändere das Standard-Passwort sofort nach der Ersteinrichtung. Nach erfolgreicher Verbindung zeigt der Client die bestehende eazybusiness-Datenbank an.
SQL Server Performance-Einstellungen optimieren
Wer diese Einstellungen überspringt, bemerkt es später durch schleichende Performance-Probleme. Öffne die Datenbankeigenschaften im SQL Server Management Studio und deaktiviere die Optionen ‚Automatisch schließen‘ und ‚Automatisch verkleinern‘ (beide auf false). Setze den Datenbankkompatibilitätslevel passend zu deiner SQL Server-Version: 2016 Level 130, 2019 Level 150, 2022 Level 160. Für die MDF-Datei setzt du eine Anfangsgröße von 10.000 MB mit einem Wachstumsschritt von 500 MB, für die LOG-Datei 3.000 MB mit 100 MB Wachstum. Das verhindert unkontrolliertes Dateiwachstum das den Datenbankbetrieb bremst.

