JTL Wawi Dropshipping einrichten — Lieferant, Versanddaten, DHL-Etikett und Automatisierung in der Praxis

Dropshipping in JTL-Wawi ist keine Einzeiler-Aufgabe. Wer den Lieferanten anlegt, einen Haken setzt und fertig glaubt — der stößt drei Tage später auf das erste Problem: Tracking kommt nicht zurück, das Etikett fehlt beim Lieferanten oder Bestellungen bleiben im falschen Status hängen. Wir sehen das regelmäßig in Onboarding-Projekten. Das liegt nicht an JTL-Wawi, sondern daran, dass drei Systeme zusammenspielen müssen: die Wawi selbst, das Versandtool und der Lieferant mit seinem eigenen Exportformat. Wer dieses Dreieck von Anfang an sauber konfiguriert, hat danach kaum noch manuellen Aufwand.

Du willst Dropshipping sauber aufsetzen — ohne dass Sendungsnummern verschwinden und Kunden nachfragen?

Dieser Beitrag zeigt dir, wie du einen Dropshipping-Lieferanten in JTL-Wawi korrekt anlegst, den Versanddatenimport einrichtest, eigene DHL-Etiketten mitschickst und die häufigsten Fehler von vornherein vermeidest.

Auf einen Blick

  • ✓Wir richten Dropshipping-Lieferanten in JTL-Wawi so ein, dass Bestellweiterleitung, Versanddaten-Rückimport und DHL-Etiketten in einem strukturierten Ablauf funktionieren — nicht als Einzellösungen nebeneinander.
  • ✓Der häufigste Fehler: Tracking-IDs kommen nicht zurück, weil die Importvorlage nicht mit dem Lieferantenformat abgestimmt ist — wir klären das im Setup-Gespräch, bevor der erste Auftrag reinkommt.
  • ✓Unsere Erkenntnis: Automatisierung per Workflow (XML-Export + E-Mail) lohnt sich ab dem dritten Dropshipping-Partner — der Einmalaufwand für saubere Vorlagen zahlt sich schnell aus.

Wir wissen: Der technische Aufwand für Dropshipping in JTL-Wawi ist überschaubar — aber die Fehler passieren fast immer an zwei Stellen: bei der Versanddaten-Import-Vorlage und bei der fehlenden Abstimmung mit dem Lieferanten über das Übergabeformat. Beide Punkte klären wir als Vlarom E-Commerce Agentur und JTL Service Partner Gold schon im Setup-Gespräch, bevor der erste Auftrag reinkommt. Wer das überspringt und erst nachträglich korrigiert, verliert im schlechtesten Fall bereits versendete Aufträge, die ohne Tracking-Nummer in Wawi stehen und manuelle Nacharbeit erzwingen. In unseren Projekten scheitert die Dropshipping-Automatisierung am häufigsten daran, dass Lieferanten kein standardisiertes Versanddaten-Format liefern — wir lösen das über JTL-Workflows die den Output normalisieren.

Wie richtest du Dropshipping in JTL-Wawi ein?

Die folgenden fünf Schritte decken das vollständige Setup ab: vom Lieferanten-Datensatz bis zur automatischen Bestellweiterleitung. Wer alle fünf konsequent durchgeht, hat ein Setup das stabil läuft — auch wenn die Bestellmenge wächst. Die Reihenfolge ist dabei bewusst gewählt: Wer Schritt 5 (Versanddaten-Rückimport) überspringt, baut sich einen manuellen Dauerprozess auf, der ab 20 Dropshipping-Aufträgen pro Woche zur echten Last wird. Also: nicht abkürzen. Wir setzen diesen Ablauf bei unseren Projekten konsequent so um — Vlarom E-Commerce Agentur hat die Erfahrung, dass ein sauber dokumentierter Setup den Support-Aufwand langfristig auf ein Minimum senkt. Wenn du dir beim Setup unsicher bist, hilft ein Erstgespräch mit Vlarom weiter.

Schritt 1: Lieferant anlegen und Dropshipping aktivieren

Öffne in JTL-Wawi den Bereich Einkauf > Lieferanten und lege einen neuen Lieferanten an oder bearbeite einen bestehenden. Im Reiter Allgemein findest du die Checkbox Dropshipping — aktiviere sie. Danach wechselst du zum Reiter Konditionen und legst die erlaubten Lieferländer fest. Nur Länder, die du dort anhakst, werden von Wawi bei der Dropshipping-Auswahl berücksichtigt. Pflege außerdem die E-Mail-Adresse des Lieferanten, denn sie wird später für die automatische Bestellweiterleitung gebraucht. Tipp aus der Praxis: Lege für jeden Dropshipping-Lieferanten sofort eine eigene Lieferantengruppe an — das erleichtert die spätere Filterung in Berichten und Workflows erheblich.

Schritt 2: Artikel für Dropshipping freischalten

Die Dropshipping-Aktivierung am Lieferanten reicht nicht aus — du musst jeden Artikel einzeln freischalten, sofern der Lieferant nicht pauschal für alle seine Artikel aktiviert ist. Gehe dazu in den Artikelstamm, öffne den Artikel, wechsle zum Reiter Lieferanten und wähle den Dropshipping-Lieferanten aus der Tabelle. Dort setzt du den Haken bei Dropshipping möglich. JTL-Wawi zeigt dir in der Versandmaske später nur dann die Dropshipping-Option an, wenn sowohl Lieferant als auch Artikel korrekt konfiguriert sind. Fehlt einer der beiden Haken, taucht die Option schlicht nicht auf — ohne Fehlermeldung. Das ist eine der häufigsten Ursachen, warum Dropshipping-Aufträge im normalen Versandprozess landen. Laut JTL-Guide: Artikel für Dropshipping aktivieren ist die Einzelaktivierung im Artikelstamm der empfohlene Weg für kleinere Sortimente. Bei großen Sortimenten hilft die JTL-Ameise mit dem Importtyp Artikelstamm > Lieferanten-Zuordnung.

Schritt 3: Bestellweiterleitung und Lieferantenbestellung einrichten

Wenn ein Auftrag als Dropshipping-Auftrag erkannt wird, landet er in JTL-Wawi im Ordner Dropshipping unter Versand > Lieferscheine. Von dort erzeugst du die Lieferantenbestellung über die erweiterten Optionen. Im Dialog Dropshipping > Lieferantenbestellungen wählst du die Ausgabemethode: Drucken, E-Mail oder FTP. Für automatisierten Betrieb sind E-Mail oder FTP sinnvoll. Bei E-Mail-Versand legt Wawi eine PDF-Bestellung an und schickt sie direkt an die hinterlegte Lieferanten-E-Mail. Damit das funktioniert, muss im Vorlagenmanagement eine Vorlage vom Typ Lieferantenbestellung angelegt sein. Laut JTL-Guide: Dropshipping automatisieren ist pro Dropshipping-Lieferant eine eigene XML-Vorlage zu erstellen, wenn mehrere Lieferanten automatisiert bedient werden sollen. Für FTP-basierte Systeme wird die XML-Datei in ein festgelegtes Verzeichnis hochgeladen, von dem der Lieferant sie abruft.

Schritt 4: Eigenes DHL-Versandetikett mitschicken

Wenn der Lieferant in deinem Namen versendet, muss er dein DHL-Versandetikett verwenden — sonst kommt das Paket ohne deine Absenderadresse beim Kunden an, und die Retourenabwicklung wird umständlich. Das Etikett erzeugst du in JTL-Wawi über DHL Versenden: Öffne den Auftrag, erstelle das Versandlabel und schicke es dem Lieferanten als PDF-Anhang per E-Mail. Die Variable Report.shippinglabel in der Lieferschein-Vorlage fügt das erste Label automatisch als Anhang ein. Bei Aufträgen mit mehreren Paketen brauchst du eine Schleife über die Pakete im Workflow-Designer — die Variable greift nur auf das erste Label zu (Ticket WAWI-72220, gelöst ab Wawi 2.0). Wichtig: Das DHL-Label erzeuge erst dann, wenn der Auftrag tatsächlich zum Dropshipping-Lieferanten geht — vorher nicht, da Paketnummern sonst verpuffen ohne dass eine Sendung existiert.

Schritt 5: Versanddaten-Rückimport konfigurieren

Nach der Auslieferung meldet der Lieferant die Tracking-ID zurück — meistens als CSV-Datei. Diese importierst du über Versand > Lieferscheine > Offener Ordner > Versanddaten importieren. Wawi liefert dort eine Vorlage, die du mit dem Lieferanten abstimmen musst: Spaltenreihenfolge, Feldbezeichnungen und Datumsformat müssen exakt stimmen. Das ist die Stelle, an der die meisten Dropshipping-Setups in der Praxis scheitern. Der Lieferant schickt ein CSV in einem Format, das nicht zur Wawi-Importvorlage passt — Tracking-IDs werden nicht zugewiesen, Aufträge bleiben offen, der Kunde bekommt keine Versandbestätigung. Die Lösung: Schick dem Lieferanten deine Vorlagen-Musterdatei und bitte ihn, sein Exportformat anzupassen. Alternativ lässt sich die Vorlage in Wawi an das Lieferantenformat anpassen. Für vollständige Automatisierung des Rückimports ist die WaWiExtern.dll der technische Weg — dafür braucht es eine eigene Integration.

Video: Dropshipping in JTL-Wawi: Lieferant versendet, Sie verkaufen

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Häufige Fragen zu Dropshipping in JTL-Wawi

Das liegt fast immer daran, dass entweder der Lieferant nicht als Dropshipping-fähig markiert ist oder der jeweilige Artikel keine Dropshipping-Freigabe hat. Beide Häkchen müssen gesetzt sein: In den Lieferantenstammdaten die Checkbox Dropshipping im Reiter Allgemein, und im Artikelstamm unter Reiter Lieferanten die Checkbox Dropshipping möglich für den betreffenden Lieferanten. Fehlt einer der beiden Haken, zeigt JTL-Wawi die Dropshipping-Option schlicht nicht an — ohne Fehlermeldung.
Das DHL-Versandetikett erzeugst du in JTL-Wawi über DHL Versenden und schickst es per E-Mail als PDF-Anhang an den Lieferanten. In der Lieferschein-Vorlage fügst du die Variable Report.shippinglabel als Anhang ein. Bei Aufträgen mit mehreren Paketen brauchst du eine Paket-Schleife im Workflow-Designer, da die einfache Variable nur das erste Label anhängt. Wir automatisieren den E-Mail-Versand über einen JTL-Workflow, damit keine manuellen Schritte übrig bleiben.
Das ist das häufigste Problem bei Dropshipping-Setups. Der Grund ist fast immer eine Inkompatibilität zwischen der CSV-Exportdatei des Lieferanten und der Versanddaten-Import-Vorlage in JTL-Wawi. Öffne die Vorlage über Versand > Lieferscheine > Versanddaten importieren und prüfe Spaltenreihenfolge, Feldnamen und Datumsformat. Stimme die Vorlage einmalig mit dem Lieferanten ab — entweder passt er sein Exportformat an oder du baust die Wawi-Vorlage um. Ein Händler im JTL-Forum schrieb dazu: ‚Der Import lief problemlos, sobald wir dem Lieferanten unsere Musterdatei geschickt haben — das war der Schlüssel.‘ Nach dem ersten erfolgreichen Import läuft es dann zuverlässig.
Ja, über den JTL-Workflow-Designer lässt sich eine vollständige Automatisierung aufbauen. Du erstellst einen Workflow der beim Eingang neuer Aufträge prüft, ob alle Positionen für Dropshipping freigegeben sind und die Zahlung bestätigt ist. Wenn ja, erzeugt der Workflow automatisch die Lieferantenbestellung und versendet sie per E-Mail oder legt die XML-Datei auf einem FTP-Server ab. Voraussetzung ist, dass du für jeden Lieferanten eine eigene XML-Vorlage im Vorlagenmanagement angelegt hast. Der Workflow funktioniert zuverlässig für Vorkasse und Sofortüberweisung — bei Nachnahme oder Rechnung braucht es zusätzliche Prüflogik.
Das ist ein bekanntes Thema in der JTL-Community. Standardmäßig verringert JTL-Wawi den Lieferantenbestand nach einer Dropshipping-Auslieferung nicht — der zuvor reservierte Bestand wird stattdessen wieder freigegeben. Das führt dazu, dass der angezeigte Lieferantenbestand nicht die tatsächlich noch verfügbaren Mengen widerspiegelt. Als Workaround pflegen viele Händler den Lieferantenbestand manuell oder importieren ihn regelmäßig per JTL-Ameise aus einer Lieferanten-CSV. Für verlässliche Bestandsführung beim Lieferanten ist ein automatisierter Bestandsabgleich via API oder FTP die sauberste Lösung.
Du legst die erlaubten Lieferländer direkt in den Lieferantenstammdaten fest — im Reiter Konditionen siehst du eine Länderliste mit Checkboxen. Nur die angehakten Länder stehen in JTL-Wawi als Dropshipping-Ziel für diesen Lieferanten zur Verfügung. Das ist besonders relevant, wenn du Lieferanten hast, die nur national liefern, und andere die DACH oder ganz Europa abdecken. Die Konfiguration auf Länderebene verhindert, dass Aufträge in Länder weitergeleitet werden, die der Lieferant nicht beliefert.
Ja, JTL-Wawi unterstützt mehrere Dropshipping-Lieferanten parallel. Du legst für jeden Lieferanten eine eigene XML-Vorlage im Vorlagenmanagement an und konfigurierst separate Workflows mit Lieferanten-spezifischen Bedingungen. Die Priorität, welcher Lieferant bei einem Artikel bevorzugt wird, steuerst du über die Lieferantenreihenfolge im Artikelstamm. Wir empfehlen, für jeden Lieferanten eine eigene Lieferantengruppe zu nutzen, damit Auswertungen und Fehlersuche später einfacher sind.

JTL Service Partner Gold — Ahrensfelde bei Berlin

Dropshipping-Setup in JTL-Wawi — Vlarom E-Commerce Agentur richtet es ein

Vlarom E-Commerce Agentur richtet Dropshipping in JTL-Wawi so ein, dass Bestellweiterleitung, Versanddaten-Rückimport und Etiketten-Versand von Anfang an funktionieren. Kontaktiere uns direkt unter +49 30 91473862, schreibe an info@vlarom.de oder nutze unser Kontaktformular für eine unverbindliche Ersteinschätzung.

Autor

Alexander Luft

JTL Service Partner Gold · Vlarom E-Commerce Agentur · Ahrensfelde bei Berlin