Auf einen Blick
- ✓Wir richten Dropshipping-Lieferanten in JTL-Wawi so ein, dass Bestellweiterleitung, Versanddaten-Rückimport und DHL-Etiketten in einem strukturierten Ablauf funktionieren — nicht als Einzellösungen nebeneinander.
- ✓Der häufigste Fehler: Tracking-IDs kommen nicht zurück, weil die Importvorlage nicht mit dem Lieferantenformat abgestimmt ist — wir klären das im Setup-Gespräch, bevor der erste Auftrag reinkommt.
- ✓Unsere Erkenntnis: Automatisierung per Workflow (XML-Export + E-Mail) lohnt sich ab dem dritten Dropshipping-Partner — der Einmalaufwand für saubere Vorlagen zahlt sich schnell aus.
Wir wissen: Der technische Aufwand für Dropshipping in JTL-Wawi ist überschaubar — aber die Fehler passieren fast immer an zwei Stellen: bei der Versanddaten-Import-Vorlage und bei der fehlenden Abstimmung mit dem Lieferanten über das Übergabeformat. Beide Punkte klären wir als Vlarom E-Commerce Agentur und JTL Service Partner Gold schon im Setup-Gespräch, bevor der erste Auftrag reinkommt. Wer das überspringt und erst nachträglich korrigiert, verliert im schlechtesten Fall bereits versendete Aufträge, die ohne Tracking-Nummer in Wawi stehen und manuelle Nacharbeit erzwingen. In unseren Projekten scheitert die Dropshipping-Automatisierung am häufigsten daran, dass Lieferanten kein standardisiertes Versanddaten-Format liefern — wir lösen das über JTL-Workflows die den Output normalisieren.
Wie richtest du Dropshipping in JTL-Wawi ein?
Die folgenden fünf Schritte decken das vollständige Setup ab: vom Lieferanten-Datensatz bis zur automatischen Bestellweiterleitung. Wer alle fünf konsequent durchgeht, hat ein Setup das stabil läuft — auch wenn die Bestellmenge wächst. Die Reihenfolge ist dabei bewusst gewählt: Wer Schritt 5 (Versanddaten-Rückimport) überspringt, baut sich einen manuellen Dauerprozess auf, der ab 20 Dropshipping-Aufträgen pro Woche zur echten Last wird. Also: nicht abkürzen. Wir setzen diesen Ablauf bei unseren Projekten konsequent so um — Vlarom E-Commerce Agentur hat die Erfahrung, dass ein sauber dokumentierter Setup den Support-Aufwand langfristig auf ein Minimum senkt. Wenn du dir beim Setup unsicher bist, hilft ein Erstgespräch mit Vlarom weiter.
Schritt 1: Lieferant anlegen und Dropshipping aktivieren
Öffne in JTL-Wawi den Bereich Einkauf > Lieferanten und lege einen neuen Lieferanten an oder bearbeite einen bestehenden. Im Reiter Allgemein findest du die Checkbox Dropshipping — aktiviere sie. Danach wechselst du zum Reiter Konditionen und legst die erlaubten Lieferländer fest. Nur Länder, die du dort anhakst, werden von Wawi bei der Dropshipping-Auswahl berücksichtigt. Pflege außerdem die E-Mail-Adresse des Lieferanten, denn sie wird später für die automatische Bestellweiterleitung gebraucht. Tipp aus der Praxis: Lege für jeden Dropshipping-Lieferanten sofort eine eigene Lieferantengruppe an — das erleichtert die spätere Filterung in Berichten und Workflows erheblich.
Schritt 2: Artikel für Dropshipping freischalten
Die Dropshipping-Aktivierung am Lieferanten reicht nicht aus — du musst jeden Artikel einzeln freischalten, sofern der Lieferant nicht pauschal für alle seine Artikel aktiviert ist. Gehe dazu in den Artikelstamm, öffne den Artikel, wechsle zum Reiter Lieferanten und wähle den Dropshipping-Lieferanten aus der Tabelle. Dort setzt du den Haken bei Dropshipping möglich. JTL-Wawi zeigt dir in der Versandmaske später nur dann die Dropshipping-Option an, wenn sowohl Lieferant als auch Artikel korrekt konfiguriert sind. Fehlt einer der beiden Haken, taucht die Option schlicht nicht auf — ohne Fehlermeldung. Das ist eine der häufigsten Ursachen, warum Dropshipping-Aufträge im normalen Versandprozess landen. Laut JTL-Guide: Artikel für Dropshipping aktivieren ist die Einzelaktivierung im Artikelstamm der empfohlene Weg für kleinere Sortimente. Bei großen Sortimenten hilft die JTL-Ameise mit dem Importtyp Artikelstamm > Lieferanten-Zuordnung.
Schritt 3: Bestellweiterleitung und Lieferantenbestellung einrichten
Wenn ein Auftrag als Dropshipping-Auftrag erkannt wird, landet er in JTL-Wawi im Ordner Dropshipping unter Versand > Lieferscheine. Von dort erzeugst du die Lieferantenbestellung über die erweiterten Optionen. Im Dialog Dropshipping > Lieferantenbestellungen wählst du die Ausgabemethode: Drucken, E-Mail oder FTP. Für automatisierten Betrieb sind E-Mail oder FTP sinnvoll. Bei E-Mail-Versand legt Wawi eine PDF-Bestellung an und schickt sie direkt an die hinterlegte Lieferanten-E-Mail. Damit das funktioniert, muss im Vorlagenmanagement eine Vorlage vom Typ Lieferantenbestellung angelegt sein. Laut JTL-Guide: Dropshipping automatisieren ist pro Dropshipping-Lieferant eine eigene XML-Vorlage zu erstellen, wenn mehrere Lieferanten automatisiert bedient werden sollen. Für FTP-basierte Systeme wird die XML-Datei in ein festgelegtes Verzeichnis hochgeladen, von dem der Lieferant sie abruft.
Schritt 4: Eigenes DHL-Versandetikett mitschicken
Wenn der Lieferant in deinem Namen versendet, muss er dein DHL-Versandetikett verwenden — sonst kommt das Paket ohne deine Absenderadresse beim Kunden an, und die Retourenabwicklung wird umständlich. Das Etikett erzeugst du in JTL-Wawi über DHL Versenden: Öffne den Auftrag, erstelle das Versandlabel und schicke es dem Lieferanten als PDF-Anhang per E-Mail. Die Variable Report.shippinglabel in der Lieferschein-Vorlage fügt das erste Label automatisch als Anhang ein. Bei Aufträgen mit mehreren Paketen brauchst du eine Schleife über die Pakete im Workflow-Designer — die Variable greift nur auf das erste Label zu (Ticket WAWI-72220, gelöst ab Wawi 2.0). Wichtig: Das DHL-Label erzeuge erst dann, wenn der Auftrag tatsächlich zum Dropshipping-Lieferanten geht — vorher nicht, da Paketnummern sonst verpuffen ohne dass eine Sendung existiert.
Schritt 5: Versanddaten-Rückimport konfigurieren
Nach der Auslieferung meldet der Lieferant die Tracking-ID zurück — meistens als CSV-Datei. Diese importierst du über Versand > Lieferscheine > Offener Ordner > Versanddaten importieren. Wawi liefert dort eine Vorlage, die du mit dem Lieferanten abstimmen musst: Spaltenreihenfolge, Feldbezeichnungen und Datumsformat müssen exakt stimmen. Das ist die Stelle, an der die meisten Dropshipping-Setups in der Praxis scheitern. Der Lieferant schickt ein CSV in einem Format, das nicht zur Wawi-Importvorlage passt — Tracking-IDs werden nicht zugewiesen, Aufträge bleiben offen, der Kunde bekommt keine Versandbestätigung. Die Lösung: Schick dem Lieferanten deine Vorlagen-Musterdatei und bitte ihn, sein Exportformat anzupassen. Alternativ lässt sich die Vorlage in Wawi an das Lieferantenformat anpassen. Für vollständige Automatisierung des Rückimports ist die WaWiExtern.dll der technische Weg — dafür braucht es eine eigene Integration.
Video: Dropshipping in JTL-Wawi: Lieferant versendet, Sie verkaufen
⚠️ Der Voiceover ist eine synthetische KI-Stimme (EU AI Act Art. 50).

